Marks und Miersch: TenneT muss nachsitzen

20. Februar 2015 @

Die Bundesnetzagentur hat sich am vergangenen Mittwoch in einer Stellungnahme zum Antrag auf Bundesfachplanung für den SüdLink geäußert. Die Bundesnetzagentur hat den Antrag des Betreibers TenneT zum Bau der Leitung zurückgewiesen und sieht Überarbeitungsbedarf. Es gibt wohl erhebliche Bedenken gegen die Planungen, heißt es.

Dr. Miersch sieht sich durch die Entscheidung der Bundesnetzagentur bestätigt - Foto: Büro Dr. Miersch

Dr. Miersch sieht sich durch die Entscheidung der Bundesnetzagentur bestätigt – Foto: Büro Dr. Miersch

„TenneT muss nachsitzen, so könnte man in wenigen Worten das Ergebnis der Prüfung des Antrages durch die Bundesnetzagentur zusammenfassen. Der Antrag TenneTs ist zu unkonkret, lässt Fragen zu alternativen Trassenkorridoren offen und vernachlässigt in Teilen Umweltauswirkungen und raumordnerische Konflikte“, so die beiden SPD-Bundestagsabgeordneten Caren Marks und Matthias Miersch in einem ersten Statement.

„Beispielsweise bleibt weiterhin offen, warum der Trassenvorschlag Ost durch Sachsen-Anhalt, nicht weiter verfolgt wurde. Hier erwarten wir Aufklärungsarbeit von TenneT. Transparente Kriterien fehlen bis heute und konnten auch auf Nachfrage hin nicht erläutert werden. Für uns ist es zentral, dass alle ernsthaft in Betracht kommenden Trassenvorschläge Gegenstand der Bundesfachplanung sein müssen“, so Miersch und Marks. „Zudem ist uns bis heute nicht mitgeteilt worden, warum die Möglichkeit der Bündelung der Trasse mit bestehender Infrastruktur, wie der A7, aus Sicht TenneTs nicht möglich ist. Hier muss TenneT nacharbeiten. Ziele und Bewertungsmaßstäbe müssen offen gelegt werden, damit nachvollzogen werden kann, wie die Auswahlentscheidungen gefallen sind“, resümieren die beiden SPD-Bundestagsabgeordneten, die sich durch die Bundesnetzagentur in ihrer Kritik am bisherigen Verlauf der Planungen bestätigt sehen.

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