Klinikstreit: Der erste Schritt in eine neue Richtung

2. März 2016 @

„Der interfraktionelle Antrag zur Medizinstrategie 2020 gewährleistet eine hochwertige Klinikversorgung im Nordosten der Region Hannover und ist ein Erfolg für die Menschen vor Ort, weil so kurze Wege im Notfall erhalten bleiben. Die Spezialisierung der Standorte Burgwedel und Lehrte ist uns wichtig und muss vorangetrieben werden“, sagt der Vorsitzende des CDU-Regionsverbandes Hannover und Bundestagsabgeordnete Hendrik Hoppenstedt.

So sollten sich nach der Planung von 2014 die Krankenhäuser über die Region verteilen - Foto: JPH

So sollten sich nach der Planung von 2014 die Krankenhäuser über die Region verteilen – Foto: JPH

Die CDU-Fraktion forderte vor der Einigung ein deutliches Signal für den Erhalt der beiden Klinikstandorte in Lehrte und Burgwedel, einhergehend mit dem Erhalt der Grundversorgung und einer möglichen medizinischen Spezialisierung, damit die Häuser am Markt bestehen können. Der gemeinsame Antrag von SPD, CDU und den Grünen fordert nun ein Konzept der Geschäftsführung mit eben diesen Eckpunkten. Lehrte und Burgwedel bleiben erhalten, die Bettenzahlen sollen nicht reduziert werden, und in Burgwedel soll ein Neubau ermöglicht werden.

„Die medizinische Schwerpunktsetzung für Lehrte ist die Geriatrie, während Burgwedel den Fokus auf Schlaganfall und Herzkatheter legen soll“, erklärt der Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion Region Hannover, Bernward Schlossarek.

Bernward Schlossarek sieht die Entwicklung sehr positiv - Foto: CDU

Bernward Schlossarek sieht die Entwicklung sehr positiv – Foto: CDU

Für die CDU-Fraktion ist die Einigung zur medizinischen Versorgung im Nordosten der erste richtige Schritt. Bei aller Euphorie über die Einigung im Streit rund um die Standorte Lehrte und Burgwedel darf man die Wirtschaftlichkeit des Gesamtkonstrukts Klinikum Region Hannover nicht aus den Augen verlieren, mahnte Hoppenstedt an und richtet dabei seinen Fokus auf die verlustbringenden Standorte gerade auf dem Gebiet der Landhauptstadt. „Das Klinikum muss weiter an seiner strategischen Ausrichtung arbeiten und darf keine Zeit verlieren. Aus diesem Grund fordern wir, dass der Aufsichtsrat zeitnah die Beschlüsse der Politik umsetzt“, ergänzt er seinen Blick auf das Gesamtkonzept.

„Durch unser konstruktives Mitwirken haben wir Rot/Grün unterstützt, dass kein weiterer Standort des Klinikums geschlossen oder abgewickelt wird, wie es leider in Springe geschah“, merkt Schlossarek an und erinnert dabei an die Koalitionsvereinbarung der laufenden Wahlperiode von Rot/Grün, die versah, alle Klinikstandorte zu erhalten.

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