Klima-Meister 2015 stehen fest

10. März 2016 @

SEHNDE-NEWS. Die Klima-Meister der dritten Saison des regionalen Wettbewerbs CO2NTEST stehen fest: In der Kommune-Wertung des Wettbewerbs siegten Springe, Gehrden und Ronnenberg in ihren Kategorien. Franziska Pospisil aus Hannover sicherte sich den Titel in der Bürger-Wertung mit einer deutlichen Verbesserung ihrer CO2-Bilanz im Laufe des Wettbewerbszeitraumes.

Kleo (li.) und Franka Simon (Avacon AG) gratulieren Burkhard Pietsch (Stadt Lehrte) – Foto: Region Hannover

Kleo (li.) und Franka Simon (Avacon AG) gratulieren Burkhard Pietsch (Stadt Lehrte) – Foto: Region Hannover

Im Kommunenwettbewerb gingen zum ersten Mal seit Beginn des Wettbewerbs vor drei Jahren alle Städte und Gemeinden aus der Region Hannover an den Start. Ausnahme war die Landeshauptstadt, die aufgrund ihrer Größe nicht vergleichbar ist und auf eine Teilnahme verzichtete. Die übrigen 20 Kommunen traten in drei Kategorien, ländliche Struktur, städtische Struktur und ländlich-städtische Struktur, gegeneinander an. Ihre Punkte sammelten sie in den Disziplinen Solarenergie, Bioenergie, Windenergie, Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und energieeffiziente Gebäude. Gewertet wurden jeweils der Bestand an Anlagen sowie der Zuwachs im Jahr 2015.

Die Daten erhielt die gemeinnützige Klimaschutzagentur Region Hannover, Organisatorin und Schiedsrichterin des Wettbewerbs, aus den Meldungen der Einwohner und von den Kommunen selbst. Um die Wertung abzurunden flossen weitere Daten, zum Beispiel von anderen Behörden oder Energieversorgern, ein. Insgesamt wurden etwa 10 000 Anlagen und modernisierte oder im Passivhausstandard errichtete Gebäude erfasst, davon stellen 416 den Zubau im Jahr 2015 dar.

Die Ehrung der siegreichen Städte und Gemeinden übernahm Angelika Walther, stellvertretende Präsidentin der Region Hannover. Sie hob das Engagement der Bürgerinnen und Bürger und der Kommunen in der Region Hannover hervor: „Es gibt wenige Regionen in Deutschland mit einem ähnlich hohen Engagement für den Klimaschutz wie bei uns in der Region Hannover. Die 20 teilnehmenden Kommunen und ihre Bürger haben gezeigt, was sie im vergangenen Jahr in Sachen Klimaschutz geleistet haben.“

In der Kategorie ländliche Struktur überholte Springe erstmals knapp den Sieger der beiden vorangegangenen Jahre, Neustadt am Rübenberge, und wurde Klima-Meister. Platz drei sicherte sich wie im vergangenen Jahr Uetze.

Die Kommunen der Region in ihrem Abschneiden beim Wettbewerb - Grafik: Region Hannover

Die Kommunen der Region in ihrem Abschneiden beim Wettbewerb – Grafik: Region Hannover

Besonders nah beieinander liegen die Ergebnisse in der Kategorie ländlich-städtische Struktur: Der Vorjahres-Dritte Gehrden kletterte mit hohen Punktzahlen in den Disziplinen Windenergie, Bioenergie und Solarenergie an die Spitze, dicht gefolgt von Isernhagen und Lehrte. Die beiden Kommunen erhalten beide die Silbermedaille und glänzten in der Disziplin Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Die Bronzemedaille erhielt Wennigsen. Sehnde stand mit insgesamt 301 Punkten direkt dahinter auf dem 4. Platz.

Als Siegerin in der Kategorie städtische Struktur ging mit deutlichem Vorsprung erneut Ronnenberg hervor. Die Stadt lag an der Spitze in den Disziplinen Solarenergie und Bioenergie und punktete auch mit einem Zuwachs an Passivhausneubauten. Noch besser hat bei den energieeffizienten Gebäuden nur Hemmingen abgeschnitten, das sich den zweiten Platz mit Seelze teilt. Bei ihrer ersten Teilnahme hat die Stadt Seelze insbesondere dank einer überragenden KWK-Bilanz das Feld von hinten aufgerollt. Platz drei ging an Laatzen.

Nicht nur die Städte und Gemeinden konnten den Titel „Klima-Meister“ erringen, auch die Bürgerinnen und Bürger aus der Region traten in einer eigenen Bürger-Wertung zum Wettbewerb um die meisten CO2-Einsparungen an.

Für die Bürger-Wertung erfassten die Teilnehmenden zum Anfang und zum Ende der Saison ihre CO2-Bilanzen, die dann in Punkte umgewandelt und miteinander verglichen wurden. Franziska Pospisil konnte ihre anfangs überdurchschnittlich hohe CO2-Bilanz deutlich reduzieren, dazu trugen der Austausch der Nachtspeicherheizung gegen eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und die Reduzierung von Flugreisen und Autofahrten bei. In der Summe erreichte Pospisil 8600 Punkte und erhält als Preis ein neues Fahrrad im Wert von 1500 Euro. Die Zweitplatzierte Simone Bothe (5510 Punkte) lebt in Döhren in einem Mehrfamilienhaus. Die gesundheitsbewusste Vegetarierin fährt gern Bahn und Fahrrad und hatte ihren Energieverbrauch bereits mit LED-Lampen und schaltbaren Steckerleisten optimiert. Bei dem Drittplatzierten Martin Drehlmann (3650 Punkte) aus Hannover-Ahlem setzt sich die ganze Familie für einen nachhaltigen Alltag ein. Alle nutzen vorrangig das Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel, konsumieren maßvoll und haben ihren Energieverbrauch optimiert.

Kommentare gesperrt.

© 2019 Sehnde-News.