Keine Angst vorm Notruf: Tipps der Feuerwehr

9. Januar 2016 @

Viele Leute sind beim Anrufen wegen eines Notfalles unter der Telefonnummer 110 oder 112 sehr aufgeregt und nervös. Dabei besteht dazu keine Veranlassung, denn genau für Notfälle, große und kleine, sind diese Telefonnummern eingerichtet. Kurz bevor man wählt, sollte man sich etwas konzentrieren und dann mit der Leitzentrale am anderen Ende sprechen.

Keine Angst vorm Notruf, sagt die Feuerwehr - Foto: PAH

Keine Angst vorm Notruf, sagt die Feuerwehr – Foto: PAH

Der Verfahren dabei heißt: „112 – Wir fragen, Sie antworten „. Die altbekannten fünf W-Fragen werden nicht mehr so abgefragt, wie man es bisher kannte. Die erste Frage wird Ihnen der Gesprächspartner der Zentrale gleich in der Gesprächseröffnung stellen: „Wo genau ist der Notfallort?“ Je genauer Sie den Ort benennen können, desto sicherer ist die Hilfe schnell am Einsatzort. Während Sie nun alles weitere durchgeben, läuft im Hintergrund bereits der Einsatz an.

Um Ihnen dann schnell und angemessen helfen zu können, werden weiterhin folgende Informationen abfragt:
Was ist passiert? (Feuer, Verkehrsunfall, Herzinfarkt oder ähnliches)
Wie viele Verletzte gibt es? (ein Verletzter, bewusstlose Person, Person in Gefahr)
Wer meldet den Notfall? (Name, Straße, Hausnummer, Ort, Telefonnummer)
Und Sie sollten wissen: Während Sie noch sprechen, läuft ja parallel bereits die Alarmierung – schnelles Sprechen ist also nicht erforderlich und bedingt nur zusätzliche Nachfragen.

Danach beenden Sie bitte den Notruf nicht von sich aus. Der Gesprächspartner wird versuchen, Ihnen Hilfeanweisungen zu geben. Bei medizinischen Notfällen können dies einfache Erste-Hilfe-Anweisungen bis hin zu Reanimationsunterstützung am Telefon sein. Folgen Sie diesen Anweisungen! Wenn nötig, bleibt der Gesprächspartner bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte für Sie am Telefon und spricht mit Ihnen.

Haben sie zwischenzeitlich aufgelegt, sollten Sie aber plötzlich unsicher sein, hat sich die Situation verändert oder haben Sie weitere Fragen, rufen Sie umgehend wieder an. Sie müssen dabei auch keine Befürchtungen haben, dass Sie irgendeinen weiteren Notruf blockieren, denn es gibt genügend Telefonleitungen in die Notrufzentrale, Leitstelle genannt. „110 oder 112 – hier werden Sie geholfen“, also keine Scheu vorm Notruf!

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