Integrationsfonds: Region fördert 32 Projekte mit insgesamt 150 000 Euro

9. Dezember 2015 @

In Hannover singend Deutsch lernen, eine Fotoausstellung mit Porträts von Flüchtlingen aus Seelze, eine Videoserie auf YouTube, produziert in Gehrden: Drei von insgesamt 32 Projekten, die die Region Hannover aus Mitteln der Fonds „Miteinander – Gemeinsam für Integration“ 2015 fördert. Insgesamt werden 150143 Euro ausgeschüttet. Der endgültige Beschluss dazu ist am Dienstag im Regionsausschuss gefallen. Die Politik folgte damit dem Vorschlag einer sechsköpfigen Jury, die auch den diesjährigen Themenschwerpunkt gesetzt: „Förderung der Willkommenskultur für Flüchtlinge“.

150 000 euro für Projekte werden verteilt – Logo: Region Hannover

150 000 euro für Projekte werden verteilt – Logo: Region Hannover

Seit 2009 stellt die Region Hannover jedes Jahr 150 000 Euro für Projekte zur Verfügung, die das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte voranbringen. In diesem Jahr waren 70 Förderanträge in der Region Hannover eingegangen. 19 der geförderten Projekte sind in der Landeshauptstadt Hannover verortet, vier können an verschiedenen Orten im Regionsgebiet stattfinden, zwei sind in Burgdorf und Burgwedel vorgesehen.

In Burgdorf soll das geplante und bezuschusste Projekt den jungen Flüchtlingen den Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglichen, unabhängig, ob sie anerkannt sind oder asylsuchend. Denn Firmen beklagen sowohl fehlende Arbeitskräfte als auch Auszubildende. In Burgdorf leben zurzeit rund 300 anerkannte und asylsuchende Flüchtlinge, davon ein Drittel im Alter zwischen 18 und 25 Jahren. Der Projektträger möchte gemeinsam mit Kooperationspartnern, wie der Agentur/Jobcenter Burgdorf und der Stadt Burgdorf, die Vermittlung von Flüchtlingen, in den örtlichen Arbeitsmarkt fördern. Die beantragte Fördersumme beträgt 17 600 Euro.

In Burgwedel plant die Initiative für alle Burgwedeler der unterschiedlichsten Altersgruppen, Herkunft und Religion ein interkulturelles Begegnungsforum mit kreativen Werkstattangeboten und einer interkulturellen Tee- und Kaffeestube. Hierbei handelt es sich um das Miteinander von Menschen deutscher Herkunft und Zugewanderten aus anderen Ländern. Gemeinsam sollen die Teilnehmer handwerklich kreativ und kommunikativ in Alltagssituation werden. Vorbereitet für das Projekt wird die interkulturelle Tee- und Kaffeestube, eine Näh- und Handarbeitsstube und eine Holzwerkstatt für Kinder sowie Männer aus dem Flüchtlingsheim der Stadt Burgwedel. Darüber hinaus werden Themen- und Länderabende durchgeführt. Die beantragte Fördersumme beträgt 4200 Euro.

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