Haushaltsbefragung in 21 Regionskommunen für neuen Mietspiegel

7. April 2016 @

Wie groß ist die Wohnung? Hat sie einen Balkon, eine Fußbodenheizung oder andere Extras? Und natürlich: Wie hoch ist die Miete? In diesen Tagen hat eine der umfangreichsten Mietspiegelerhebungen in allen regionsangehörigen Städten und Gemeinden begonnen. Im Auftrag der Region befragt das Hamburger GEWOS Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung Vermieter von rund 30 000 vermieteten Wohnungen zu Miethöhe, Betriebskosten und Ausstattung. Zeitgleich versendet das Unternehmen Fragebögen an 135 000 zufällig ausgewählte Haushalte in der Region, etwa 30 000 davon gehen an Mieterinnen und Mieter in der Landeshauptstadt Hannover. Alle zwei Jahre erfasst die Region diese Daten für Hannover und die 20 Umlandkommunen, die in qualifizierten Mietspiegeln zusammengefasst werden. Diese zeigen nach wissenschaftlich anerkannten Standards, welche Miete für eine Wohnung vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage „ortsüblich“ ist.

Post für 135 000 Haushalte in der Region Hannover: Felix Weigel von der Region Hannover, Erwin Jordan, Dezernent für soziale Infrastruktur der Region Hannover, Randolph Fries, Geschäftsführer Deutscher Mieterbund Hannover, sowie Oliver Francke-Weltmann vom Verein Haus & Grundeigentum Hannover (v.li.) werben für rege Beteiligung zum Start der neuen Mietspiegel-Befragung – Foto: Region Hannover

Felix Weigel (Region Hannover), Erwin Jordan, (Dezernent für soziale Infrastruktur), Randolph Fries, (Geschäftsführer Deutscher Mieterbund Hannover), sowie Oliver Francke-Weltmann (Verein Haus & Grundeigentum Hannover) (v.li.) werben für rege Beteiligung zum Start der neuen Mietspiegel-Befragung – Foto: Region Hannover

„Die Mietspiegel sind ein wichtiger Barometer für die lokalen Mietpreisentwicklungen und schaffen Transparenz, von der Mieter wie Vermieter profitieren“, so Erwin Jordan, Dezernent für soziale Infrastruktur der Region Hannover, zum gestrigen Start der Fortschreibung der Mietspiegel. So sind beispielsweise in der Landeshauptstadt Hannover die Mietpreise von 2011 bis 2015 um 5,9 Prozent gestiegen, in Laatzen zeigen die Mietspiegel einen Anstieg um 8,5 Prozent in dem Zeitraum, in der Wedemark sogar um 9,1 Prozent. Die Erhebung erfolgt anonym, der vierseitige Fragebogen kann portofrei zurückgesendet oder – in diesem Jahr neu – auch online ausgefüllt werden.

Die Erhebung von 21 Mietspiegeln für eine gesamte Region ist in Deutschland einzigartig. Begleitet wird das Verfahren durch eine Mietspiegelkommission, die sich aus Vertretern der Region Hannover, der regionsangehörigen Städte und Gemeinden, der Mieter- und Vermietervereinigungen sowie einem Richter vom Amtsgericht Hannover zusammensetzt. Im Herbst werden die Ergebnisse den politischen Gremien der Städte und Gemeinden zum Beschluss vorgelegt und anschließend veröffentlicht.

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