Halbzeitbilanz der Verkehrssicherheitswoche in Hannover

26. Februar 2015 @

Aufgrund der gestiegenen Anzahl von Verkehrsunfällen mit schweren Personenschäden und mit getöteten Personen im Jahr 2014 steht die letzte Februarwoche in der Polizeidirektion Hannover ganz im Zeichen der Verkehrssicherheit (SN berichteten). Ab Montag, 6 Uhr, war für 24 Stunden der Themenschwerpunkt die Fahrzeuggeschwindigkeit gewesen.

Um geschwindigkeitsbedingten Verkehrsunfälle zu senken hat die Polizeidirektion Hannover in diesem Zeitraum in der Region und der Stadt Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Insgesamt haben 52 Polizeibeamte an 24 Messstellen die Geschwindigkeit von 1367 Verkehrsteilnehmern gemessen. Dabei wurden durch die Polizei 130 Verstöße im Verwarnungsgeldbereich und 43 Verstöße im Bußgeldbereich ab 60 Euro geahndet.

Die Kontrollschwerpunkte wechseln täglich in dieser Woche  - Foto: JPH

Die Kontrollschwerpunkte wechseln täglich in dieser Woche – Foto: JPH

Mit einem Fahrverbot muss nach Polizeiangaben lediglich ein Fahrzeugführer rechnen, der als trauriger „Spitzenreiter“ an der Ritter-Brüning-Straße mit 86 Kilometern pro Stunde anstatt den erlaubten „50“ unterwegs gewesen war. Zusätzlich wurden von anderen Polizeidienststellen insgesamt 17 Autofahrer mit einem Bußgeld belegt, da sie während der Fahrt ein Mobiltelefon benutzt haben.
Seitens der Polizeidirektion Hannover sind im Jahr 2015 weitere Geschwindigkeitsüberwachungsmaßnahmen – unter anderem auch als Beteiligung bundesweiter Kontrollaktionen geplant. Diese orientieren sich dabei sowohl an Unfallschwerpunkten als auch an gefahrenträchtigen Bereichen.

Von gestern bis heute am frühen Morgen war dann der Themenschwerpunkt bei den Kontrollen die Ablenkung. Aktuelle Studien belegen, dass die Nutzung von Mobiltelefonen und Smartphones stetig zunimmt. Im Zusammenhang mit der Nutzung eines Mobiltelefons während der Fahrt wurde ein 20-jähriger Autofahrer vom Amtsgericht Hannover wegen fahrlässiger Tötung zu einer neunmonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Er hatte durch die Handynutzung einen Unfall verursacht, bei dem eine Person ums Leben kam und zwei weitere schwer verletzt wurden.

Darüber hinaus gilt es, die Zielgruppe der Fußgänger als Nutzer von Smartphones oder MP3-Player für die Gefahren im Zusammenhang mit der Nutzung dieser Geräte bei der Teilnahme am Straßenverkehr zu sensibilisieren. Insgesamt haben 128 Polizeibeamte an 67 Kontrollstellen Verkehrsteilnehmer überprüft. Dabei stellten die Polizisten 164 Handyverstöße fest, die bei 162 Kraftfahrzeugführern jeweils mit einem Bußgeld in Höhe von 60 Euro und bei zwei Radfahrern nach Polizeiangaben mit einem Verwarnungsgeld in Höhe von 25 Euro geahndet wurden. Zehn Fußgänger überquerten unter Benutzung eines Mobiltelefons die Straße bei Rotlicht. Sie erhielten eine Verwarnung in Höhe von jeweils fünf Euro.

Bei den durchgeführten Kontrollen ahndeten die Beamten zudem fünf Rotlichtverstöße. 105 Fahrzeugführer oder Mitfahrer waren nicht angeschnallt und wurden mit 30 Euro verwarnt. Gegen einen Fahrzeugführer leiteten sie ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr sowie gegen zwei Fahrer eine Ordnungswidrigkeit wegen Fahrens unter Einfluss von Betäubungsmitteln ein und vollstreckten einen Haftbefehl (Geldstrafe).

Von Mittwoch auf Donnerstag stehenden Themen sind Vorfahrt, Vorrang und Abbiegen im Focus der Kontrollen.

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