Großeinsatz am Hauptbahnhof in Hannover wegen Bremer Fußballstörern

23. November 2015 @

Fußballfans aus Bremen, die zum Spiel nach Wolfsburg wollten, verweigerten bei ihrer Anreise aus Bremen im Regionalzug die Fahrkartenkontrolle. 113 Fans im ersten Wagen bedrängten vielmehr die Zugbegleiterin und verwehrten ihr den Zutritt zum Waggon. Die Schaffnerin verständigte daraufhin die Bundespolizei.

Die mobile Bundespolizeireserve flog nach Hannover ein - Foto: JPH

Die mobile Bundespolizeireserve flog nach Hannover ein – Foto: JPH

In Hannover nahmen daraufhin Bundespolizisten die Reisenden aus dem ersten Wagen in Empfang. Alle Personalien wurden festgestellt. In der Gruppe befanden sich nach Angaben der Bundespolizei zehn „Gewalttäter Sport“. 51 Fans hatten danach keinen Fahrschein und erhielten eine Anzeige wegen Leistungserschleichung.

Zwischenzeitlich verhinderten weitere Fans die Abfahrt von zwei Anschlusszügen in Richtung Wolfsburg, teilt die Polizei weiter mit. Sie solidarisierten sich mit den aus der Personalienkontrolle entlassenen Fans und vermummten sich. Notbremsen wurden gezogen, Türen blockiert und eine Scheibe eingeschlagen. Es kam zu Flaschenwürfen, auch auf unbeteiligte Reisende im Untergeschoss, und körperlichen Angriffen auf Polizeibeamte. Fünf Feuerlöscher aus dem Zug wurden auf Polizisten und Diensthunde gerichtet und entleert. Schlagstöcke, Pfefferspray und Diensthunde mussten eingesetzt werden.

Mit Unterstützung der Landespolizei und der zwischenzeitlich mit Hubschraubern eingeflogenen Bundesreserve konnte die Lage unter Kontrolle gebracht werden. 128 Fußballstörer wurden in Gewahrsam genommen. Darunter befanden sich fünf Frauen und zwei Minderjährige im Alter von 16 und 17 Jahre, so die Polizei. Gegen alle Beteiligten wird nun wegen Landfriedensbruchs ermittelt. Gegen die beiden Minderjährigen und einen 27-jährigen Bremer wurden Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Nach Abschluss der Maßnahmen fuhren alle Fußballstörer mit starker Polizeibegleitung zurück nach Bremen.

Im Hauptbahnhof Hannover gab es erhebliche Behinderungen im Betriebsablauf durch das Verhalten der randalierenden Fußballstörer.

Insgesamt waren 200 Bundes- und 110 Landespolizisten im Einsatz. Es gab keine Verletzten. Die An- und Abreise der übrigen rund 1200 Fußballfans aus Bremen verlief laut Bundespolizei weitgehend störungsfrei.

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