Gemeindedolmetscherdienst für die Region Hannover wird erweitert

17. Februar 2017 @

Sie sprechen nicht nur Deutsch, sondern auch Arabisch, Dari oder Farsi: So genannte Gemeindedolmetscherinnen und Gemeindedolmetscher unterstützen künftig  nicht nur die Regionsverwaltung bei der Verständigung mit fremdsprachigen Kunden. Sie sollen auch in medizinischen und sozialen Einrichtungen, Beratungsstellen und Krankenhäusern zum Einsatz kommen. Dafür stellt das Ethno-Medizinische Zentrum Hannover (EMZ) mit Unterstützung der Region Hannover einen Gemeindedolmetscherdienst auf die Beine. An dem zwölfmonatigen Modellprojekt nehmen bis zu 50 qualifizierte Sprachmittler teil.

20 neue Dolmetscher beginnen ihre Ausbildung – Foto: JPH

Nach dem Start des Projekts im vergangenen Jahr beginnen jetzt 20 neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Ausbildung. Am Freitag begrüßt Cora Hermenau, Dezernentin für Öffentliche Sicherheit der Region Hannover, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Auftakt der Schulung. Im Anschluss lernen die Dolmetscherinnen und Dolmetscher Aufgaben, Struktur und Dezernate der Region kennen und stellen sich vor. Im weiteren Verlauf geht es dann um Grundlagen und Methodik des Dolmetschens sowie den fachlichen Input aus verschiedenen Bereichen der Region.

Im Rahmen des Modellprojekts sind bereits 160 Dolmetschereinsätze gelaufen, die die Region bezahlt hat. Weitere Einsätze der Dolmetscherinnen und Dolmetscher sind geplant. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 65 000 Euro. Die Region beteiligt sich mit 20 000 Euro, die übrigen Kosten trägt das Niedersächsische Sozialministerium.

Kommentare gesperrt.

© 2020 Sehnde-News.