Für mehr bezahlbaren Wohnraum: neue WohnBauInitiative

25. Mai 2016 @

SEHNDE-NEWS.DE. Steigende Einwohnerzahlen, Zunahme von Ein-Personen-Haushalten, abnehmende Investitionen in den sozialen Wohnungsbau – laut Expertenschätzungen werden in den nächsten fünf Jahren rund 15 000 Wohnungen mehr benötigt, davon zirka 5000 im niedrigen Preissegment. Mit der neuen „WohnBauInitiative“ will die Region Hannover gemeinsam mit den Kommunen die Schaffung von Wohnraum unterstützen und dazu beitragen, den Einwohnern der Region bezahlbare Wohnungen zu sichern. Am Mittwoch, 18. Mai, hat die Region Hannover bei den Bürgermeistern der regionsangehörigen Städte und Gemeinden um Unterstützung der  neuen Initiative geworben.

Bündelung verschiedener Akteure zur Sicherung der Wohnraumversorgung", so Regionspräsident Hauke Jagau – Foto: Region Hannover

„Bündelung verschiedener Akteure zur Sicherung der Wohnraumversorgung“, so Regionspräsident Hauke Jagau – Foto: Region Hannover

„Die neue WohnBauInitiative ist eine einmalige Bündelung verschiedener Akteure zur Sicherung der Wohnraumversorgung“, so Regionspräsident Hauke Jagau. „Um erfolgreich neue Wohnungen schaffen zu können, müssen wir in einigen Bereichen umdenken und uns, zusammen mit den Städten und Gemeinden, neue Wege erarbeiten: Sei es in der Nutzung von vorhandenen Flächen oder von Fördermitteln.“

Mit der neuen WohnBauInitiative setzt die Region Hannover bei der Schaffung neuer, preiswerter Wohnungen auf die zwei wesentlichen Kernelemente Förderung in Form von passenden Förderprogrammen des Landes und der Region Hannover und Fläche – als Grundvoraussetzung für zusätzlichen Wohnraum. So ist derzeit ein digitales Wohnbauflächenkataster in Vorbereitung, das sämtliche Daten über aktuelle und geplante Bauflächen übersichtlich erfasst und allen Akteuren zur Verfügung stellt. Zudem startet nun die Zentrale Koordinationsstelle Wohnbauflächenentwicklung im Fachbereich Planung und Raumordnung, die  organisatorische und logistische Unterstützung bietet: Ob Umnutzung oder Aktivierung brachliegender, bisher nicht genutzter Flächen oder die Ausweisung neuer Bauflächen – bisher mussten Kommunen und Investoren hier mehrere unterschiedliche Behörden einbinden. Die neue Zentrale Koordinationsstelle bündelt die Vielzahl der Informationen und Anforderungen und leitet diese bedarfsgerecht an die jeweiligen zuständigen Stellen weiter. Als Anlaufstelle berät sie außerdem zu Fragen der Wohnbauentwicklung wie etwa Flächenaktivierung, Städtebau, Wohnen und Förderkulissen oder Naturschutz. Eine weitere Aufgabe ist die Koordination des Flächendialogs mit den Kommunen: Unter Einbindung der örtlichen Wohnungswirtschaft soll der gemeinsame Austausch intensiviert und die Möglichkeiten kurzfristiger Aktivierungen von Wohnbauflächen und ausgelotet werden.

Die Vorstellung der WohnBauInitiative für die Bürgermeister der regionsangehörigen Kommunen war gleichzeitig offizieller Start der neuen Initiative der Region. Am 7. Juni werden die Änderungen im Wohnraumförderprogramm sowie das Vergabeverfahren zur Erstellung des Regionalen Wohnraumversorgungskonzeptes dem Ausschuss für Soziales, Wohnungswesen und Gesundheit vorgelegt. Der Ausschuss für Regionalplanung, Naherholung, Metropolregion und Europaangelegenheiten stimmt am 9. Juni über das Vergabefahren zum Wohnraumversorgungskonzept ab. Abschließend entscheidet am 21. Juni die Regionsversammlung.

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