Es geht um die ganz große Wurst

23. Mai 2015 @

Heute geht es in der HDI Arena um alles oder nichts. Gibt es die Goldene Zitrone oder eine Konfettiparade? Vor ausverkauftem Haus wird Hannover 96 versuchen, die Klasse aus alleiniger Kraft zu erhalten und den Abstieg nach 13 Jahren zu vermeiden. Das geht aber nur über einen Sieg gegen die ebenfalls abstiegsbedrohten Freiburger, heute Gast im letzten Saisonspiel 2014/2015 in Hannover. Die Breisgauer sind im Torverhältnis besser, so dass ein Unentschieden nicht reichen dürfte. Alle Berechnungsspielchen nach dem Motto „Wäre, wenn“ sind Nonsens, nur mit drei Punkten ist alles in trockenen Tüchern.

Michael Frontzeck verschwand mit den Roten noch einmal ins Trainingslager - Foto: JPH

Michael Frontzeck verschwand mit den Roten noch einmal ins Trainingslager – Foto: JPH

Nachdem Hannover 96 mit der Mannschaft unter Trainer Michael Frontzeck noch einmal hinter Klostermauern verschwunden ist und den Abend vor dem wichtigsten Spiel der Saison, und wohl auch der letzten 13 Jahre, im Kino verbracht haben soll, sollte es eigentlich an der Ruhe und der gezielten Vorbereitung nicht mehr scheitern. Freiburgs Irrwisch, Trainer Streich, bleib mit seinem Team zuhause und zeigte sich „angefressen“ von den Vorwürfen, die Bayern hätten nicht ernst gemacht im vorletzten Saisonspiel und Freiburg gewinnen lassen, und versuchte es mit dem Hinweis auf das Unentschieden der Roten in Wolfsburg zu kontern. Sprengstoff ist also vorhanden, auch an der Seitenlinie – bei den Fans beider Seiten sowieso.

Für das Spiel wird Michael Frontzeck im wesentlichen auf die Mannschaft setzen, die die letzten Spiele absolviert hat, aber ohne Hiroki Sakai auf dem rechten Flügel. Dort wird Manuel Schmiedebach auflaufen. Leon Andreasen, Hiroshi Kiyotake, Edgar Prib und Lars Stindl stehen im Mittelfeld, den Sturm bildet Jimmy Briand. In der Abwehr besetzen neben Ron-Robert Zieler wieder Marcelo, Sané, Schulz und Albonorz. Aber auch Leonardo Bittencourt und Artur Sobiech sind wieder im Skat, so dass Frontzeck für alle Bereiche mit Felipe, Stankevicius, Gülselam, Karaman, Joselu, Ya Konan und Schlaudraff bei Bedarf Alternativen einsetzen könnte.

Der Freiburger Trainer Christian Streich muss ein Unentschieden erzielen - Foto: JPH/Archiv

Der Freiburger Trainer Christian Streich muss ein Unentschieden erzielen – Foto: JPH/Archiv

Doch auch die Freiburger sind geübt im Abstiegskampf und werden sich aus der besseren Position nicht so schnell verdrängen lassen. Für sie reicht ein Unentschieden, damit sie das rettende Ufer erreicht hätten. Sie können also gelassen auf die Angriffe der Roten warten und sich mit Kontern Luft verschaffen. Sollten sie das erste Tor machen, werden sie dem zweiten Teil ihres Namens, der Burg, alle Ehre machen: Ein feste Burg ist uns’re Hälfte.

Da hilft von Anfang an nur nur die alte Fußballweisheit: „Angriff ist die beste Verteidigung.“ Und das sollte funktionieren – wenn denn Hannover es mal schafft erstens die Chancen besser zu verwerten und zweitens nach ihrem ersten Tor nicht auf den Gegner zu starren wie das Kaninchen auf die Schlange. Dann sollte die Gurkensaison 2014/2015 ein gutes Ende nehmen.

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