Energiewende wird vor Ort gemacht: Veranstaltung mit vier Kommunen

23. November 2017 @

Was jeder einzelne zum Klimaschutz beitragen kann und wie sich die Energiewende in den Kommunen gestalten lässt, war am Dienstag, 21. November, Thema in der Städtischen Galerie Lehrte. Die Bürger der Städte Burgdorf, Lehrte, Sehnde und der Gemeinde Uetze waren eingeladen, ihre Ideen und Vorschläge bei der Veranstaltung „Erfolgsstrategien für die Energiewende vor Ort“ einzubringen und sich beim „Markt der Möglichkeiten“ inspirieren zu lassen. An Infoständen wurde gezeigt, wie Klimaschutz vor Ort umgesetzt wird und auf welch vielfältige Weise man sich engagieren kann. Vertreten waren der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) Lehrte/Sehnde, der ADFC Burgdorf/Uetze, die Avacon Netz GmbH, enercity, die WindStrom Erneuerbare Energien GmbH, die NaturEnergie Region Hannover eG sowie die Gastgeber-Kommunen und die Klimaschutzleitstelle der Region.

Klaus Sidortschuk (Lehrte), Prof. Dr. Quaschning (HTW Berlin), Werner Backeberg (Hetze), Carl Jürgen Lehrke (Sehnde), Alfred Baxmann (Burgdorf) und Udo Sahling (Klimaschutzagentur) (v.li.) auf der – Foto: Mirko Bartels

Professor Quaschning aus Berlin stimmte als Redner die etwa 140 Teilnehmenden zum Thema „Strom, Wärme, Verkehr – Was muss sich für einen erfolgreichen Klimaschutz ändern?“ ein. Wer die vereinbarten Klimaschutzziele ernst nehme, müsse seine Klimaschutzbemühungen drastisch intensivieren. Ein für das Jahr 2019 erwarteter Stopp des Windenergieausbaus stehe dem zum Beispiel diametral entgegen. Bei der anschließenden Gesprächsrunde mit den Bürgermeistern der vier Kommunen stellten Alfred Baxmann (Burgdorf), Klaus Sidortschuk (Lehrte), Carl Jürgen Lehrke (Sehnde) und Werner Backeberg (Uetze) die spannendsten Projekte und Aktivitäten in ihren Kommunen vor. Gleichzeitig benannten sie die Hemmnisse und äußerten Wünsche an die Bundespolitik.

An zahlreichen Infoständen wurde gezeigt, wie Klimaschutz vor Ort umgesetzt wird – Foto: Mirko Bartels

Klaus Sidortschuk betonte die wichtige Rolle von Energiegenossenschaften bei der Umsetzung der Energiewende. So könnte die Lehrte-Sehnde eG noch viel mehr zur Energiewende beitragen, werde aber durch die energiepolitischen Vorgaben aus Berlin ausgebremst.  Carl Jürgen Lehrke forderte vom Bund mehr Verlässlichkeit bei den politischen Vorgaben. Schließlich gehe es bei der Umsetzung von Klimaschutz und Energiewende um große und langfristige Investitionen. „Wir brauchen Planungssicherheit“, sagte er.

Eike Müller, Projektleiter Windenergie bei der Klimaschutzagentur, stellte dar, dass man in der Region Hannover – was die Stromnetze angeht – auf der sicheren Seite sei: „Die Netze sind den Anforderungen der Energiewende gewachsen“, erklärte er.

Die Klimaschutzagentur organisiert für die Kommunen in der Region Hannover die Veranstaltungsreihe, die 2018 fortgesetzt werden soll.

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