Der Raubmörder von Hannover jetzt in Neuruppin?

4. Mai 2015 @

Ein bisher unbekannter Mann betrat Mittwochabend gegen 20.45 Uhr den Lidl-Markt in der Neustädter Straße in Neuruppin/Brandenburg. Er wollte anscheinend einen Artikel kaufen und legte diesen auf das Transportband, teilt die Polizei mit. Als die Kassiererin den Artikel eingescannt hatte und sich die Kasse öffnete, griff der Mann ohne etwas zu sagen in diese und entnahm eine unbekannte Summe an Bargeld. Daraufhin schrie die Kassiererin und der Mann schlug ihr mit einer Pistole, die er plötzlich in der Hand hatte, gegen den Kopf. Die 44-jährige Frau wurde leicht verletzt.

Ist der Gesuchte nun in Brandenburg tätig? - Foto: GAH

Ist der Gesuchte nun in Brandenburg tätig? – Foto: GAH

Da die Kassiererin weiter schrie, richtete der Täter seine Pistole auf sie und forderte sie auf, ruhig zu sein. Als diese Forderung nicht fruchtete, schoss der Mann in den Fußboden. Weil sich nunmehr aufgeschreckt durch die Geräusche mehrere Personen in Richtung Kasse bewegten, wurde der Mann nervös und verließ den Markt. Anschließend flüchtete er zu Fuß in unbekannte Richtung. Ein 32-jähriger Zeuge stellte sich dem Flüchtenden in den Weg. Dieser forderte unter Vorhalten der Waffe und mit osteuropäischem Akzent, dass der Zeuge ihm aus dem Weg gehen soll, was er auch tat.

Die verletzte Kassiererin wurde ambulant im Klinikum Neuruppin versorgt. Eine sofort eingeleitete Fahndung nach dem Täter verlief erfolglos. Der Täter ist etwa 1,70 Meter groß und zwischen 40 und 50 Jahre alt. Er hat kurze graue Haare und war mit einer dunkelgrauen Jacke, einer dunklen Hose und einem hellen Basecap bekleidet.

Die Staatsanwaltschaft Hannover und die Polizei Hannover prüfen nun Zusammenhänge zu dem Raubmord in Stöcken vom 4. Dezember 2014 und zu weiteren damit möglicherweise in Verbindung stehenden Überfällen.

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