Das Konzept des neuen Klinikums Wahrendorff in Köthenwald

8. Dezember 2018 @ 0 Kommentare


Das Konzept des Neubausstellt eine bisher einzigartige Form eines psychiatrischen Krankenhauses dar und basiert auf den großen Erfahrungen des Klinikpersonals und aller Mitarbeiter. Der Bau gruppiert sich um eine gemeinsame Mitte und bietet unterschiedliche Räume in Abstufungen von Privatheit und Öffentlichkeit, in denen das Miteinander sowie eine individuelle Therapie- und Freizeitgestaltung möglich sind. Dabei wird das neue Klinikum als ein Lebensraum begriffen, in dem jede Patientin und jeder Patient entsprechend der individuellen Bedürfnisse eine eigene Nische finden kann. Städtebaulich bildet sich dieses Leitmotiv in der Aufteilung des großen Bauvolumens in fünf einzelne Häuser ab, die um eine gemeinsame Mitte angeordnet sind, wie ein Dorf auf dem Marktplatz. Dabei wird es eine Nutzfläche von 14 710 Quadratmetern geben, die Gesamtfläche liegt bei 27811 Quadratmetern und der umbaute Raum umfasst 99 970 Kubikmeter.

Rund 70 Millionen wird der Neubau in Köthenwald kosten – Grafik: Klinikum Wahrendorff

Das Gebäude bietetein einfaches Orientierungssystem. Dazu wurden die fünf Gebäudeteile wie Häuser um einen zentralen Innenhof gelegt und auf drei Etagen jeweils durch einen Rundgang, kurz Loop genannt, verbunden. Vom Loop gibt es immer wieder Blicke in die Gebäudeumgebung: sei es der Blick in den zentralen Innenhof, die Sichtverbindung über das Foyer zum Vorplatz oder die Aussicht von den Loggien auf die westlich gelegene offene Landschaft. Der Speisesaal ist unmittelbar mit der südlich gelegenen Parkanlage über eine interessante Terrasse verbunden.

Die drei nachWesten orientierten dreigeschossigen Häuser enthalten die „Gästebereiche“ mit insgesamtneun Stationen. Sie nutzen die besondere Lage am Hang für ein „Gartengeschoss“. In diesem befinden sich drei geschützte Stationen mit ihren individuell zugeordneten Freibereichen. Die zwei weiterenHäuser liegen nach Osten zum „Großen Knickweg“ jeweils rechts und links des Haupteingangs. Sie bieten gemischte Nutzungsmöglichkeiten: In einem die Aufnahme mit Notfallstation, Dienst- und Gesprächsräume und Wahlleistungsstation, im anderen Gebäude der Therapiebereichund die darüber befindliche Tagesklinik.

Im Neubau werden alle Fachabteilungen zusammengefasst – Foto: Klinikum Wahrendorff

Am Loop zwischenden Häusern liegen das Eingangs-Foyer mit Empfang, die Gaststube, die Sporthalle, Besucher- sowie Besprechungsräume, Nischen ohne Nutzungszuweisung und „Trainingsorte“ des Alltags wie Hauswirtschaftsräume und ein „Waschsalon“. Der Übergang also zwischen „Drinnen“und „Draußen“ – zwischen privat, behütet und den öffentlichen Reizen der Gemeinschaft. Hier kann wieder Leben geübt werden.

Fertiggestellt sein soll dieser Neubau in der Bauzeit von 2018 bis 2021. Mehr Informationengibt es im Internet auf der Seite des Klinikums Wahrendorff oder auf der Seite des Architektenbüros.

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