CDU-Regionsfraktion besucht die JVA Sehnde, Abteilung Burgdorf

12. November 2015 @

Auf großes Interesse stieß der angekündigte Besuch in der Abteilung Burgdorf der JVA Sehnde. Am Mittwoch, 28. Oktober, begrüßte die Leiterin der JVA Sehnde, Leitende Regierungsdirektorin Krimhild Timmermans-Eike, acht Mitglieder der CDU-Regionsfraktion und informierte sie über die Strukturen und Vollzugsabläufe in der Einrichtung des offenen Vollzuges.

Die CDU-Besuchergruppe mit dem Anstaltsbeirat Oliver Sieke (3. v.re.) – Foto: M. Schmidt

Die CDU-Besuchergruppe mit dem Anstaltsbeirat Oliver Sieke (3. v.re.) – Foto: M. Schmidt

1985 hatte das Land Niedersachsen den in den 1960’iger Jahren erbauten und als Erziehungsheim für männliche Jugendliche genutzten „Backhausenhof“ vom Stephansstift Hannover erworben. Im Januar 1986 wurde die Einrichtung schließlich als Justizvollzugsanstalt für den offenen Vollzug eröffnet und im Zuge verschiedener Strukturreformen am 1. Januar 2010 als Abteilung der Justizvollzugsanstalt Sehnde zugeordnet. Inzwischen stehen hier 134 Haftplätze für männliche Erwachsene zur Verfügung, die ihre Freiheitsstrafen bis zu vier Jahren verbüßen.

Die Besuchergruppe erhielt Einblicke in die täglichen Vollzugsabläufe, die Unterbringung der Gefangenen sowie in die Themen Beschäftigungsmöglichkeiten, ärztliche Versorgung, psychologische Betreuung und Behandlungsangebote für die Inhaftierten.

Ein Schwerpunktthema war die Arbeit der Anstaltsbeiräte, zu dem Oliver Sieke als amtierender Anstaltsbeirat der Abteilung Burgdorf aus der Runde der Besucherinnen und Besucher aus „erster Hand“ Bericht erstatten konnte. Das Niedersächsische Justizvollzugsgesetz sieht vor, dass in jeder Vollzugsanstalt Beiräte zu bilden sind, denen bestimmte Aufgaben und Befugnisse zugeordnet sind. Dies sind beispielsweise die Mitwirkung bei der Gestaltung des Vollzuges durch Anregungen und Verbesserungsvorschläge sowie die Unterstützung der Gefangenen bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Dabei fungiert der Anstaltsbeirat als Bindeglied zwischen dem Vollzug und der Öffentlichkeit und als „Briefkasten“ für Wünsche, Anregungen und Beanstandungen der Gefangenen.

Die ehrenamtlich tätigen Mitglieder des Anstaltsbeirats werden auf Vorschlag der Regionen und im Einvernehmen mit den Justizvollzugsanstalten für eine Amtszeit von vier Jahren vom Niedersächsischen Justizministerium ernannt.

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