CDU fordert Bekenntnis zum Klinik-Standort Lehrte

1. Oktober 2015 @

Vor kurzem waren die beiden Fraktionen von CDU und SPD in der Regionsversammlung bezüglich des Erhalts der Klinik Lehrte nahe beieinander (SN berichteten). Jetzt meldet sich erneut die CDU-Fraktion der Region zu Wort und sieht den Regionspräsidenten in der Pflicht, sich bei den anstehenden Bürgerversammlungen in Lehrte und Burgwedel bezüglich der Kliniken zu erklären.

Bernward Schlossarek fordert ein klares Bekenntnis des Regionspräsidenten zur Klinik Lehrte - Foto: CDU

Bernward Schlossarek fordert ein klares Bekenntnis des Regionspräsidenten zur Klinik Lehrte – Foto: CDU

„Nur wenige Stunden nach der Aufsichtsratssitzung des Klinikums scheint die SPD in der Region Hannover sich schon festgelegt zu haben. Sie kommt den jahrelangen Forderungen der CDU nach und möchte die Klinikstandorte in Burgwedel und Lehrte gleichermaßen stärken“, so CDU-Regionsfraktionsvorsitzender Bernward Schlossarek aus Burgdorf. „Die Zeit der Diskussionen und Unsicherheit über die Zukunft des Krankenhausstandortes in Lehrte muss endlich ein Ende haben.“

Die öffentlichen Diskussionen zu den vorgestellten Varianten hinsichtlich der Zukunft der Klinikstandorte Burgwedel und Lehrte haben bei der CDU zu Stirnrunzeln geführt, so der Fraktionsvorsitzende: „Wir können nur hoffen, dass es sich hierbei nicht um eine Nebelkerze seitens der SPD handelt, um über die Kommunalwahl 2016 zu kommen.“

Denn nach Meinung der CDU ist die Position des Regionspräsidenten eher ambivalent. Denn zugleich ist Jagau Chef des Aufsichtsrates der Klinik. „Dieser und die Geschäftsführung des Klinikums bevorzugen wohl nach wie vor den Neubau eines Krankenhauses im Osten der Region“, stellt Schlossarek in einer Pressemeldung der CDU-Fraktion fest. Dass müsse nach seiner Ansicht nun in den Versammlungen ein Ende haben. „Ich erwarte von Herrn Jagau, dass er insbesondere den Lehrtern ganz deutlich macht, ob er der Linie der SPD oder weiter seinem Ego-Trip folgt“, so Schlossarek in der Pressemeldung. „Für uns gilt auch heute noch, was 2011 galt: Wir sind gegen eine Kannibalisierung oder Schließung der beiden Krankenhäuser im Osten der Region. Die wohnortnahe medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger steht eindeutig im Vordergrund.“

Das hatte die SPD in ähnlicher Weise auch vor kurzem erklärt (siehe gesonderten SN Bericht). Damit wird sich die Frage nicht vermeiden lassen, wie man den Spagat hinbekommen will, falls der Regionspräsident mit seiner Partei nicht zu einer gemeinsamen Position kommt. Und da hat sich die SPD ja eigentlich schon deutlich positioniert gehabt. Bleibt die spannende Frage, wer von beiden seine Position räumt – und wie die Begründung dafür aussieht, falls der Regionspräsident, vielleicht gegen den Willen der Bevölkerung im Osten, auf dem Neubau besteht.

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