Bürgerbeteiligung zum Lärmschutz beginnt auch für Sehnde

14. November 2015 @

Die Bahnstrecke durch Sehnde wird nach den Fertigstellungen der Grube Giesen, des Mega-Hub in Lehrte und der Installation der Y-Trasse vermutlich zu einer Hauptstrecke im Gütertransport werden. Dabei sind nur für einen Teil der Strecke in und um Lehrte im Rahmen des Mega-Hub seitens der Bahn Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen. Für die Strecke durch Sehnde, die möglicherweise dann bis zu 380 Zugpaare verkraften muss, ist nichts eingeplant. Nun startet das Eisenbahn-Bundesamt am kommenden Sonntag, 15. November, im Rahmen der Lärmaktionsplanung die Öffentlichkeitsbeteiligung. Die läuft bis zum 15. Dezember.

Wenn hier etwa 380 Zugpaare am tag langfahren, sollte es einen Lämrschutz geben? - Foto: JPH

Wenn hier etwa 380 Zugpaare am tag langfahren, sollte es einen Lämrschutz geben? – Foto: JPH

Bürger, Schutzvereine, Bürgerinitiativen und Kommunen, die von Schienenlärm betroffen sind, haben wieder die Möglichkeit, einen Input zur 1. Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung, zum bereits veröffentlichten Pilot-Lärmaktionsplan Teil A und zu vorhandenen Lärmminderungsmaßnahmen zu geben.

Dazu steht auf der „Beteiligungsplattform“ des Bundesamtes ein Fragebogen zur Verfügung, der sowohl online ausgefüllt als auch ausgedruckt per Post zurückgeschickt werden kann. Die Ergebnisse dieser 2. Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung werden danach als Auswertung in den Pilot-Lärmaktionsplan Teil B einfließen.

Interessierte können den Pilot-Lärmaktionsplan Teil A im Internet ansehen und sogar als Druckversion beim Eisenbahn-Bundesamt anfordern. Beide Teile zusammen bilden später den vollständigen Pilot-Lärmaktionsplan für die Haupteisenbahnstrecken des Bundes. Ob und inwieweit Sehnde dann dazugehört, bleibt abzuwarten.

Eine rege und konstruktive Beteiligung ist auch aus Sehnder Sicht für das Projekt sehr wichtig: Nur so kann für die Sehnder Strecke vielleicht eine Bundesplanung erreicht werden.

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