aha verzichtet auf Hashtag mit „Sackgesicht“

3. November 2017 @

Die Wogen im politischen Bereich schlugen hoch, die meisten Fraktionen der Regionsversammlung sprachen sich gegen die provozierende Werbung von aha zur Unterstützung der Blauen Tonne aus. Jetzt stellt aha die umstrittene Kampagne ein.

Den Sack gegen die Tonne tauschen – Foto: aha

Mit der Kampagne „Papiertonne statt Plastiksack“ tritt die Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) für ein breites gesellschaftliches Problembewusstsein gegen den gedankenlosen Umgang mit Plastiksäcken ein, so das Unternehmen am Donnerstag. Mit dem Hashtag (Raute) „#SeiKeinSackgesicht“ wollte aha in den sozialen Medien für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem blauen Altpapiersack sensibilisieren. Es liegt aha fern, Mitmenschen zu beleidigen oder gar zu diskriminieren. Da der Hashtag in Teilen der Öffentlichkeit jedoch anders aufgefasst wurde, verzichtet aha auf diese Formulierung und entschuldigt sich dafür.

Mit dem Verzicht auf den blauen Sack werden Ressourcen und Umwelt geschont. Denn der Verbrauch an blauen Säcken hat erschreckende Dimensionen erreicht. Mit der Schutzgebühr von fünf Cent pro blauer Altpapiersack soll dem Missbrauch der Plastiksäcke entgegengewirkt werden. Im Jahr 2016 wurden mehr als 2,2 Millionen Rollen blauer Altpapiersäcke verbraucht – das Gesamtgewicht beläuft sich auf mehr als 850 Tonnen Kunststoff. Diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Während 2009 rund 20 Millionen blaue Altpapiersäcke verbraucht wurden, sind es heute bereits 45 Millionen. Die Altpapiermenge ist dagegen gleichgeblieben, ein klares Indiz dafür, dass nicht nur Altpapier in den Säcken landet. Für die missbräuchliche Nutzung der kostenlosen Säcke bezahlt aha und damit der Gebührenzahler außerdem viel Geld. aha empfiehlt daher weiterhin allen Kundinnen und Kunden, Altpapier zukünftig in der umweltfreundlichen Altpapiertonne zu entsorgen, die kostenlos bis vor die Haustür gebracht wird.

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