ADAC: Schulweg üben – kleine gelbe Füße helfen

4. September 2015 @

Am kommenden Montag beginnt für rund 67 000 Kinder in Niedersachsen ein neuer Lebensabschnitt: die Schulzeit. Neben Schreiben, Rechnen und Lesen müssen die ABC-Schützen oftmals noch die aktive und regelmäßige Teilnahme am Straßenverkehr lernen. Damit die Kinder sicher zur Schule kommen, fordert der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt alle Verkehrsteilnehmer wieder zu besonderer Rücksichtnahme auf.

Unter den fachkundigen Blicken der ABC-Schützen werden die kleinen gelben Füße aufgesprüht - Foto: ADAC

Unter den fachkundigen Blicken der ABC-Schützen werden die kleinen gelben Füße aufgesprüht – Foto: ADAC

Dass Kinder besonders gefährdet sind, hat mehrere Gründe: Wegen ihrer geringen Körpergröße werden sie oft von Autofahrern übersehen. Zudem sind die visuellen und auditiven Wahrnehmungsfähigkeiten noch nicht voll entfaltet, so dass sie Verkehrssituationen nicht richtig einschätzen können. Außerdem lassen sie sich leicht ablenken, so dass die Konzentration auf den Straßenverkehr schnell dahin ist. Entscheidend dafür, dass Kinder wohlbehalten in den Schulen ankommen, ist neben sicheren Wegen das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Gerade Schulanfänger sind anfangs meist überfordert und bedürfen der Hilfe ihrer Eltern. Diese sollten stets den sichersten Schulweg wählen und ihn mit ihren Kleinen regelmäßig üben.

„Die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr geht uns alle an“, betont das Vorstandsmitglied des hiesigen ADAC, Bernward Franzky. „Noch immer verunglücken zu viele Kinder auf Deutschlands Straßen. Allein in Niedersachsen verunglückten im vergangenen Jahr 3229 Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr, 13 davon starben.“

Auch in Sehnde gibt es die gelben Füße: Jedes Jahr neu von PK Stefan Flohr (re.) - Foto: JPH/Archiv

Auch in Sehnde gibt es die kleinen gelben Füße: Jedes Jahr neu von PK Stefan Flohr (re.) – Foto: JPH/Archiv

Besonders markante Punkte des Schulweges werden durch gelbe Fußabdrücke, die sogenannten “kleinen gelben Füße“ gekennzeichnet. Sie helfen den Kindern im Straßenverkehr, indem sie ihnen gefahrenreduzierte Wege und Straßenüberquerungen anzeigen. Außerdem weisen Spannbänder Autofahrer auf Schulkinder hin.

„Die Sicherheit von Kindern hat im Automobilclub einen ganz besonderen Stellenwert“, betont Franzky. Mit den bekannten Fahrradturnieren und den beiden Verkehrssicherheitsprogrammen „Aufgepasst mit ADACUS“ und „Achtung Auto“ schult der ADAC jährlich viele tausend Kinder und sorgt damit für mehr Verkehrssicherheit auf dem Schulweg. Die Tipps der ADAC Experten gibt es hier zum Download.

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