50 Nester von Storchenpaaren bezogen – Regen setzt Nachwuchs zu

8. Juli 2016 @

Während in und um Hannover die schon Ende April geschlüpften Jungstörche bereits fliegen, sind in anderen Nestern die Jungen gerade einmal 14 Tage alt. Sie brauchen noch eineinhalb Monate, bis sie erstmals den Horst verlassen werden. Das geht aus dem Zwischenbericht des Regionsstorchenbeauftragten hervor.

Gegenüber 2015 weniger Störche – Logo: Region Hannover

Gegenüber 2015 weniger Störche – Logo: Region Hannover

„Diese großen Unterschiede im Brutgeschehen lassen vorerst nur eine vorläufige Bilanz zum Storchenjahr 2016 zu“, erläutert der Dr. Reinhard Löhmer, Beauftragter für die Weißstörche in der Region Hannover, seinen Bericht mit Stand 1. Juli 2016. Waren 2015 noch 51 Nester besetzt, so waren es in diesem Jahr 50. „Der Brutbestand ist damit in der Region konstant auf hohem Niveau“, so der Experte. Allerdings haben Kälte und Nässe zu Totalverlusten der Bruten in einigen Horsten geführt. Löhmer schätzt, dass knapp ein Drittel aller Storchenpaare wohl ohne Nachwuchs bleiben wird. Im letzten Jahr konnten noch 102 flügge Jungen gezählt werden.

Ende Juni waren 50 Nester mit Paaren besetzt, ein Paar weniger als 2015.In Wilkenburg, Stöcken, Helstorf, Fuhrberg und Uetze tauchten nur „Besucher“ an den Nestern auf. Es wurde nicht gebrütet. In Sievershausen gibt es erstmals nach 17 Jahren wieder eine Brut. Erstbruten gab es weiterhin in Liethe und Vesbecksowie in der Ortsmitte von Steinhude.

Zurzeit kann der der definitive Bruterfolg für die Region Hannover noch nicht endgültig benannt werden. Insbesondere bei den jüngeren Nestlingen muss noch mit Abgängen gerechnet werden. „Man kann aber schon sagen“, so Löhmer, „dass knapp ein Drittel der Paare ohne Nachwuchs bleiben werden und der Reproduktionserfolg unter dem langjährigen Mittelwert von 1,8  Jungen pro Paar liegen wird.“ Hervorzuheben ist, dass es trotz der widrigen Wetterbedingungen drei Nester mit jeweils vier Jungen gibt, die es geschafft haben: in Arpke, Grasdorf, Blumenau.

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