44-Jähriger als mutmaßlicher Exhibitionist identifiziert

14. April 2015 @

Aufgrund eines Zeugenhinweises von drei elf- und zwölfjährigen Mädchen konnte ein 44-Jähriger ermittelt werden, der im Verdacht steht, sich am Donnerstag, 9. April, vor zwei anderen Zwölfjährigen am sogenannten „Hundesee“ in Isernhagen entblößt zu haben, wie die Polizei mitteilt.

SN-Polizei Region

Die Ermittlungen der Polizei sind noch nicht abgeschlossen – Foto: Red

Die beiden Zwölfjährigen hatten am Donnerstag gegen 17 Uhr am „Hundesee“ an der Straße Im Flöte in Isernhagen Fotos gemacht, als sich ihnen ein Mann, ein weißes Fahrrad schiebend, näherte. Er zog plötzlich seine Hose herunter und entblößte sein Geschlechtsteil. Daraufhin liefen die beiden Kinder nach Hause und berichteten ihren Eltern über den Vorfall, die die Polizei alarmierten. Eine Fahndung nach dem Tatverdächtigen verlief erfolglos.

Gestern sprach ein Mann, auf den die Beschreibung der beiden Opfer vom Donnerstag passte, drei Mädchen im Alter von elf und zweimal zwölf Jahren an der Stadtbahnhaltestelle Burgwedeler Friedhof an der Burgwedeler Straße in Bothfeld an, wie die Polizei weiter mitteilt. Daraufhin liefen diese Kinder ebenfalls weg. Sie alarmierten ihre Eltern und die Polizei. Die fahndenden Beamten entdeckten den Tatverdächtigen mit seinem auffälligen weißen Fahrrad an der Burgwedeler Straße. Als er die Ermittler sah, ergriff er die Flucht, konnte aber an der Einsteinstraße festgenommen werden. Bei seiner Durchsuchung fand die Polizei eine geringe Menge Drogen.

Noch gestern wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hannover ein Durchsuchungsbeschluss in der Wohnung des Verdächtigen vollstreckt. Dort wurden der Polizei zufolge diverse Speichermedien sichergestellt, die nun gesichtet werden müssen. Gegen den 44-Jährigen ermittelt die Polizei nun wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann, der über einen festen Wohnsitz verfügt, wieder auf freien Fuß gesetzt. Es ist nicht auszuschließen, dass es noch weitere potentielle Opfer gibt, die der Mann ebenfalls angesprochen haben könnte und die sich bisher nicht an die Polizei gewandt haben. Die Polizei bittet diese, sich mit dem Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer 0511/109-55 55 in Verbindung zu setzten.

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