Zwei neue Bohrungen am Kaliberg Sehnde beginnen

13. Mai 2016 @

Die Firma K+S, die derzeit Sole in das aufgelassene Bergwerk Friedrichshall füllt, um es unterirdisch zu stabilisierten, wird im Juni dort zwei neue Bohrungen in die „Unterwelt“ Sehndes vornehmen. Da die Füllhöhe von 500 Meter unter Tage erreicht ist, geht über die bestehenden Pressleitungen keine Flüssigkeit mehr in die Gänge.

Schemazeichnung des Bergwerks - Foto: JPH

Schemazeichnung des Bergwerks – Foto: JPH

Erst nach den beiden neuen „Anschlüssen“ kann wieder Sole ins Labyrinth der Stollen und Gänge gefüllt werden. Die beiden Bohrungen sind nach Bergrecht bereits genehmigt; das Bergrecht sieht dafür keine Öffentlichkeitsbeteiligung vor.

„Die Befüllung der Stollen muss insgesamt weitergehen, damit die Setzungen aus dem Bergbau geringer ausfallen als ohne Befüllung“, so Godehard Kraft zu dem Thema gestern vor dem Ortsrat Sehnde. Die Bohrungen allerdings sollen jeweils einen Monat dauern – bei Arbeit rund um die Uhr.

Die beiden Bohrstellen - Foto: JPH

Die beiden Bohrstellen – Foto: JPH

Während die sogenannte Bohrung 2 eher abgewendet von Sehnde am Berg stattfinden wird, ist Bohrung 1 nur etwa 130 Meter vom Stauffenbergring am Bergfuß vorgesehen. Damit werden für die Anwohner Staub, Lärm und wahrscheinlich auch Erschütterungen für die Dauer der Arbeiten verbunden sein – für rund einen Monat. Die Bohrungen sollen bereits gegen Mitte Juni beginnen.

Nur 130 Meter sind es bis zum Stauffenbergring - Foto: JPH

Nur 130 Meter sind es bis zum Stauffenbergring – Foto: JPH

Am 7. Juni, also kurz vor Arbeitsaufnahme an den Bohrungen, wird sich der Fachbereichsausschuss 4 für Stadtentwicklung und Bauaufsicht des Stadtrates in öffentlicher Sitzung mit dem Thema befassen und dabei auch einen Vertreter der Firma K+S anhören, der Details zu den Arbeiten mitteilen und bei Fragen Auskunft geben wird. Dazu sind alle interessierten und betroffenen Bürger herzlich eingeladen.

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