Stadtfeuerwehr bekommt neue blaue Uniformen

27. April 2017 @

Der Stadtbrandmeister Jochen Köpfer stellte auf der Sitzung des Fachausschusses für Brandschutz, Ordnung und Ehrenamt den Sitzungsteilnehmern die vorgeschlagenen neuen Uniformen für die Atemschutzgeräteträger der Einsatzabteilungen der Feuerwehr vor. Nach zahlreichen Trage- und Einsatzversuchen mit verschiedenen Bekleidungsstücken hat sich die vorgestellte Garnitur als am sinnvollsten erwiesen und wird dem Rat für die Einführung vorgeschlagen.

Stadtbrandmeister Jochen Köpfer (stehend) demonstriert die Vorteile der Jacke – Foto: JPH

„Die neuen Jacken sind kürzer, die Hosen dafür höher geschnitten“, so Köpfer einleitend. „Das wird den neuen Einsatzfahrzeugen gerecht, in denen sich die Atemschutztrupps bereits auf der Anfahrt ausrüsten können. Beide Kleidungsstücke sind weiter geschnitten, um eine vernünftige Luftzirkulation zu ermöglichen, die auch dem Schutz vor Verbrennungen am heißen Einsatzort dient. Die Vorgeschlagene neue Jacke verfügt über zwei aufgesetzte Brusttaschen für Funkgeräte, eine Lampenhalterung, atmungsaktives Innenleben, Nässesperre, gepolsterte Schultern für die Gurtabfederung des Atemschutzgerätes und Strickbündchen für die Anpassung der Handschuhe. Dazu kommt am unteren Ärmel eine Nässesperre, damit dort kein Wasser eindringen kann. Außerdem hat die Jacke eine Öffnung zum Prüfen es Innenfutters, was Köpfer als innovativ und sinnvoll bezeichnete. Die Hose ist höher geschnitten und reicht bis zum Bauchnabel, die Träger und Knie sind ebenfalls gepolstert und es gibt an den Hosenbeinen untern ebenfalls eine Nässesperre.

Die Hose ist auch einwesentlicher Fortschritt für die Einsatzkräfte – Foto: JPH

Die Farben, die lieferbar sind, heißen schwarz-blau, sand, rot und gelb. „Das wichtigste Kriterium ist jedoch die Sichtbarkeit bei Tag und Nacht“, führte Köpfer aus. „Die Silberstreifen reflektieren nachts, die gelben Streifen tagsüber. Und dabei stellte sich in einem Feldversuch heraus, dass nicht etwa die neuen sandfarben Anzüge am besten wahrgenommen werden, sondern die schwarz-blauen. Der sichtbare Kontrast zwischen gelb und schwarz erhöht die Wahrnehmung, nachts gibt es bei den vier Farben keinen Unterschied“, so der Stadtbrandmeister. „Da sind nur die Reflexstreifen maßgebend.“ Und im Preis gibt es auch Differenzen. So sind die neongelben Anzüge am teuersten, die schwarz-blauen sogar am preiswertesten. Nun muss der Rat der Stadt entscheiden, welche persönliche Ausrüstung am Ende bereitgestellt wird – der Vorschlag liegt nun auf dem Tisch.

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