SPD prüft Bedarf für neue Sporthalle

23. Juli 2016 @

SEHNDE-NEWS.DE. Die Sehnder SPD-Ratsfraktion hat unter Leitung des Fraktionsvorsitzenden Olaf Kruse mit den Sehnder Vereinen am Donnerstag den Bedarf für eine neue Sporthalle und deren Ausstattung untersucht. Dabei ging es neben der erforderlichen Ausstattung und Größe auch um den Platz des Wiederaufbaus. Dabei ergaben sich mehrere Möglichkeiten für den Neubau.

Olaf Kruse, Fraktionsvorsitzender der SPD, spricht über eine neue Turnhalle - Foto: JPH

Olaf Kruse, Fraktionsvorsitzender der SPD, spricht über eine neue Turnhalle – Foto: JPH

„Nachdem die Turnhalle an der Waldstraße abgebrannt ist, haben die Sehnder Sportvereine 20 Prozent ihrer Sportflächen verloren, die KGS sogar 50 Prozent“, so Kruse. „Deshalb haben wir die Vereine zusammengeholt, um ihren Bedarf an einen neuen Hallenbau zu sammeln und über Alternativen zu sprechen.“ Dabei hatte der Sehnder Sportring in einer nur für den Anzeiger für Sehnde und Lehrte zugänglichen Veranstaltung bereits die Möglichkeiten zur Trainingsorganisation für die Ausfallzeit der Halle eruiert.

„Bei unseren Gesprächen über die Zukunft gibt es aber einige Vorbehalte“, so Kruse. „Wir wissen nicht, ob wir an der gleichen Stelle eine Halle wiederaufbauen können. Das muss die Verwaltung nun prüfen. Es kann beispielweise Neuerungen im Brandschutz, bei den Anfahrtswegen und Abständen zum Papenholz und den übrigen Gebäuden geben, die bei einem Neubau zu beachten sind.“ Und deshalb hat die Versammlung auch andere Lösungen geprüft.

Natürlich gibt es die Lösung eines gleichartigen Neubaus an gleicher Stelle oder an gleicher Stelle, aber etwas größer. Oder man könnte in den Hallenneubau die Erweiterung der KGS integrieren. In allen Fällen kann es erforderlich werden, in die Satzung des Papenholzes einzugreifen, wie dies auch bei Anbau für die KGS erforderlich sein könnte.

Die Turnhalle Feldstraße muss auch saniert werden - Foto: JPH

Die Turnhalle Feldstraße muss auch saniert werden – Foto: JPH

Eine weitere Alternative ist die Verlegung der Halle an eine andere Stelle und Nutzung des bisherigen Geländes für die Erweiterung der KGS. Dabei bräuchte ein Eingriff in das Papenholz möglicherweise nicht zu erfolgen – oder nicht so, wie am Bonhoefferhaus. Für eine mögliche Verlegung böten sich zwei Bereiche an. „Entweder die Halle wird an der Chausseestraße auf dem alten Schützenplatz gebaut oder wird gehen an den Trendelkamp“, so Kruse. „Eine Nutzung des Waldstadions und dessen Verlegung ist eigentlich auszuschließen.“ Dabei könnten bestehende Anlagen vom Schützenhaus über das Leichtathletikstadion bis hin zum Tennisbereich integriert werden und so ein Sportzentrum für Sehnde entstehen. „Die Entfernung zur KGS beträgt rund 350 Meter. Die Schulleitung hat damit kein Problem“, erläutert Kruse die Überlegungen. An dieser Stelle könnten auch später Erweiterungen für weitere Sportarten entstehen oder die Halle Wünsche der KGS und der Vereine beinhalten. So möchte die KGS die Halle auch als Veranstaltungsraum nutzen können, für die das Forum zu klein ist. Zudem muss die Halle an der Feldstraße in absehbarer Zeit saniert werden – oder wird auch an die Chausseestraße verlegt. „Das wäre zu prüfen, was günstiger wird“, schränkt Kruse ein. Und die Vereine hätten auch gerne Zusatzräume, so zum Tanzen, für die Gymnastik und auf jeden Fall eine Tribüne von der bisherigen Größe.

Abriß hat in der Waldstraße begonnen - Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde/Archiv

Abriß hat in der Waldstraße begonnen – Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde/Archiv

Auf jeden Fall stehen alle Varianten unter dem Vorgehalt, dass die Verwaltung mit der Versicherung die Erstattung regeln kann und die Bauauflagen für den Neubau an alter Stelle geklärt werden. „Dann sollten wir noch in dieser Legislaturperiode die ersten Weichen stellen“, hofft Kruse und denkt an den Flächennutzungsplan. Dem neuen Stadtrat würde dann die weitere rechtliche Ausgestaltung obliegen. Geht es nach der SPD, „bevorzugen wir den Neubau am Trendelkamp“, so Kruse. „Schließlich muss die Anlage für Jahrzehnte zukunftsfähig sein.“ Aber – und darauf wies der Fraktionsvorsitzende ausdrücklich hin, „ist die endgültige Planung von den Gesprächen der Verwaltung mit der Versicherung und der Baubehörde abhängig.“ Wer allerdings glaubt, dass es dann sehr schnell gehen wird, dürfte sich getäuscht haben. „Bei der Bausumme werden wir die Maßnahme europaweit ausschreiben müssen“, dämpft er zu hohe Erwartungen. „Und da gibt es eine Menge Fallstricke.“

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