SPD fordert verkehrsberuhigende Maßnahmen am Ostteil der B 65

2. Mai 2016 @

SEHNDE-NEWS. Die Diskussion um die Umgehungsstraße für die B 65 von Mehrum bis Hannover wurde im Sehnder Stadtrat beraten. Dort wurde mehrheitlich der Bau einer B 65 als Ortsumgehung abgelehnt, aber, wie im Falle Iltens, wünschen die Ortsräte und Fraktionen andere Maßnahmen zur Verbesserung des Verkehrs für die Bereiche von Haimar und Evern ebenfalls einen Antrag an die Stadt Sehnde gestellt.

Messanlage 1

Mit einem Smily soll die Geschwindigkeit angezeigt werden – Foto: Stadt Sehnde/Archiv

In dem Antrag wünscht die SPD-Fraktion im Ortsrat Dolgen-Evern-Haimar als schnelle und effiziente Maßnahme zur Verkehrsberuhigung die Aufstellung von Tempo 70- Schildern auf der  B 65 vor den Ortseingängen von Evern und Haimar sowie den Einsatz von Geschwindigkeitsdisplays in der Nähe dieser Ortseinfahrten. Durch die vielen Unfälle und Sperrungen auf der A 2 hat der Verkehr auf der B 65 erheblich zugenommen und es wird oft zu schnell gefahren, vor allem, um Zeitverluste durch die Staus wieder einzuholen. „Zu hohe Geschwindigkeit gefährdet Leib und Leben vieler Verkehrsteilnehmer, und deshalb sollen zum Schutz der Bevölkerung bereits in entsprechender Entfernung vor den Ortseingängen von Evern und Haimar Schilder aufgestellt werden, die die Geschwindigkeit auf 70 Kilometer pro Stunde reduzieren“, so die SPD in dem Schreiben. Damit würde vermieden, dass die Fahrzeuge mit zu hoher Geschwindigkeit in den Ort hineinfahren.

Zusätzlich sollten in Evern und Haimar in der Nähe der Ortseinfahrten Geschwindigkeitsdisplays installiert werden. Wenn die lokale Geschwindigkeitsbegrenzung überschritten wird, zeigt das Display im Wechsel die gefahrene Geschwindigkeit und ein rotes LED-Gesicht, dessen Mundwinkel nach unten zeigen. Sobald der Fahrer die Geschwindigkeit angepasst hat, erscheint das grüne Gesichtssymbol mit dem lächelnden Gesicht. Durch die sichtbare Überwachung und die visuelle Wertung entsteht psychologisch der Fuß-vom-Gas-Effekt und der Fahrer passt in der Regel seine Geschwindigkeit an.

Die rote Linie stellt die mögliche neue Trasse der B 65 bis Köthenwald dar – Screenshot: Bundesverkehrswegeplan

Die rote Linie stellt die mögliche neue Trasse der B 65 bis Köthenwald dar – Screenshot: Bundesverkehrswegeplan

Die im Bundesverkehrswegeplan unter „vordringlicher Bedarf“ vorgesehene nördliche Umfahrung von Dolgen, Evern und Rethmar, deren Streckenverlauf im Internet unter „PRINS Entwurf BVWP 2030 – Projekt B65-G60-NI“ eingesehen werden kann, ist für 2030 geplant und bringt damit kurzfristig keine Entlastung für die Anwohner an der B 65, konstatiert die Parteifraktion. Weiter führt die SPD in dem Antrag aus:
>>Ob die Maßnahme überhaupt eine Entlastung für die Anwohner wird, erscheint fraglich, denn die Streckenführung führt nach den bisherigen Planungen parallel zur bisherigen B 65 direkt an den nördlichen Ortsgrenzen von Dolgen, Evern und Rethmar vorbei. Es handelt sich nicht um eine Umgehungsstraße für lärmgeplagte Anwohner, dazu hätte die Trassenführung wesentlich weiter weg von den Ortsrändern nach Norden verlegt werden müssen. Neue Straßen ziehen auch zusätzlichen Verkehr an, und durch die Trassenführung direkt am Ortsrand werden besonders die Einwohner von Evern und Rethmar zusätzlich den Lärm der neuen Straße ertragen müssen, denn als Ausweichstrecke bei hohem Verkehrsaufkommen werden die Fahrzeuge auch weiterhin die bisherige B 65 befahren. Für die Einwohner von Dolgen werden durch die Trassenführung vom Kraftwerk Mehrum am nördlichen Ortsrand entlang erhebliche Lärmbelästigungen entstehen, die noch verstärkt werden durch die geplanten Windräder, die nach dem Willen der Region in nur 800 m nördlich von Dolgen entstehen könnten.<<

Danach verweisen die Antragsteller auf das Ziel der Bundesregierung, dass diese viel besser durch die  Entschärfung der Unfallschwerpunkte auf der Autobahn 2, beispielweise durch Geschwindigkeitsbeschränkungen, und eine intelligente Verkehrsführung mit technischen Möglichkeiten auch im Zukunftstrend zu planen, um die vereinbarten Klimaschutzziele zu erreichen.

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