Sozialbetrug in Sehnde nicht erfolgt

11. März 2017 @

Der AfD-Fraktionsvorsitzende Stefan Henze hat sich in einer Anfrage zum „Sozialbetrug durch Asylbewerber“ bei der Regionsverwaltung erkundigt. Danach ergab sich seiner Pressemeldung zufolge, dass es in der Region Hannover, ohne die Stadt selbst, in 11 der 20 Städte und Gemeinden zu Fällen von Sozialbetrug durch Asylbewerber gekommen ist.

Rund 185 000 Euro Schaden sollen der Region laut Stefan Henze entstanden sein – Foto: AfD

So soll es seinen Angaben zufolge Asylbewerben gelungen sein, durch mehrere Scheinidentitäten illegal Sozialleistungen bezogen zu haben. Der laut AfD bekannt gewordene finanzielle Schaden liegt dabei in der Region bei etwa 185 000 Euro.

Die Stadt Sehnde ist von diesen Betrugsfällen jedoch nicht betroffen, stellt der Bürgermeister der Stadt, Carl Jürgen Lehrke, auf Nachfrage fest. „Wir haben in Sehnde viele Familien“, so der Bürgermeister, „die nicht einfach von Ort zu Ort reisen können.“ Zudem hat die Stadt in ihrer Betreuung der Asylbewerber eine „aufsuchende Betreuung“, das heißt, die Mitarbeiter der Caritas besuchen die der Stadt zugewiesenen Flüchtlinge in ihren Wohnungen. „Da würde jede Abwesenheit auffallen“, so Lehrke. Auch das Patensystem der Flüchtlingshilfe Sehnde unterstützt diese Besuche und Kontakte zu den Familien, was die Möglichkeit von Doppelzahlungen durch „Reisetätigkeit“ ebenfalls verhindern hilft. Umgekehrt sind auch von auswärts keine Bewerber eingereist, die nicht in Sehnde untergebracht und in das Betreuungssystem der Stadt einbezogen sind. Damit hat es bisher in Sehnde keinen „Sozialbetrug“ gegeben.

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