Sommertour der CDU in den Sehnder Urwald

17. August 2017 @

Die CDU/FDP-Gruppe Sehnde war im Rahmen ihrer Sommertour 2017 am vergangenen Wochenende erneut vor Ort, um sich direkt zu informieren. Dieses Mal ging es unter Führung von Brigitte Philippi in den Kötterschen Park – den innerörtlichen Urwald der Stadt Sehnde. Dabei handelte es sich nicht um einen „Naturausflug“, sondern die Besucher, verstärkt um den Landtagskandidaten der CDU, Christoph Dreyer, wollten sich selbst ein Bild vom Inneren des Parks machen.

Auf „Dschungelpfaden“ ging die Gruppe unter Führung von Brigitte Philippi (vo.re.) druch den Park – Foto: JPH

„Es kam der Wunsch in der Fraktion auf, den Park irgendwie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, erläuterte der Sprecher der CDU/FDP-Gruppe im Stadtrat, Klaus Hoffmann, den Grund des Besuches. „Dafür wollen wir uns direkt kundig machen, ob es geht und wie es möglich wäre.“ Damit auch eine sachkundige Auskunft im sonst absolut gesperrten Park erfolgen konnte, hatte die Gruppe die Grünen-Politikerin Brigitte Philippi aus Sehnde gebeten, die Führung durch den Wald zu leiten.

Durch den Seiteneingang ging die 17 Personen umfassende Gruppe dann in das Refugium von fünf streng geschützten Fledermausarten, Käfern, Teich- und Kammmolchen sowie Libellen. Der Park war 1996 auf Antrag der Grünen Liste zum „geschützten Landschaftsteil“ erklärt worden, nachdem es Bestrebungen gab, den Bereich für die Bebauung freizugeben. Als Park war die Anlage einst geschaffen worden, doch dann verfiel sie, ging schließlich in den Besitz der Stadt Sehnde über und erhielt den Schutzstatus – wohl auch mangels finanzieller Mittel. 2006 wurde dieser Status überprüft und eine detaillierte Auflistung der „Bewohner“ und „Gewächse“ im Rahmen einer Diplomarbeit vorgenommen. Dabei wurden zahlreiche Höhlenbrüter, Echsen und seltenere Pflanzen aufgelistet, woraufhin der Status des Bereiches  bestätigt wurde. Heute hält die Stadtverwaltung nur den Randbereich verkehrssicher und setzt den Zaun instand.

Auch der größte Baum im Park wurde besichtigt – Foto: JPH

Doch durch Löcher im Zaun dringen immer wieder Personen ins Gelände ein, zerstören bewusst oder unbewusst wichtige Teile des Systems und hinterlassen ihren Müll, beklagt Philippi zu Recht. Das Bäume im Gelände verrotten oder abbrechen, schafft Lebensmöglichkeiten für Spechte, Fledermäuse und später andere Höhlenbrüter. Die Zerstörung dieser Mini-Öko-Systeme, ob gewollt oder aus Versehen, bringt diese Tiere dabei oft um ihren Lebensraum. Auch die Pflanzen im Inneren des Parks, ob am Teich oder zu den Rändern hin, sind oftmals selten bis einmalig – und sie verändern sich ständig, so Philippi.

Nach einem etwa einstündigen Weg durch das feuchte Unterholz dankte Hoffmann im Namen der Gruppe für die Führung und betonte, dass man den Antrag auf Zugang zum Park nun in anderem Licht sehe: „Gut, dass wir den Besuch gemacht haben und uns einen Eindruck vom Park machen konnten. Das verschafft uns eine gute Basis für eine fundierte Entscheidung über den Zutritt zum Park.“

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