Sommertour 2017 der Gruppe SPD – B’90/Die Grünen fortgesetzt

2. August 2017 @

Die SPD-Ratsfraktion in Sehnde startete ihre „Sommertour“, in der sie Betriebe in Sehnde besichtigt, um sich vor Ort über deren Struktur und Aktivitäten und Planungen sowie Wünsche an die Kommunalpolitik zu informieren. In diesem Jahr fand diese Sommertour erstmals mit B’90/Die Grünen, dem Gruppenpartner im Rat der Stadt Sehnde, statt und besuchte auch die Außenstelle des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes  in Sehnde (SN berichteten).

Eine Einweisung gab es für die Besucher von Jürgen Dauter (mi.) – Foto: SPD

Unter der Leitung von Olaf Kruse, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion und Sprecher der Gruppe, trafen sich 16 Rats- und Ortsratsmitglieder sowie Mitglieder aus dem Kreis der Zugewählten am ersten Freitag im Juli um 15 Uhr an der Kläranlage im Borsigring in Sehnde. Hier wurden sie von den Mitgliedern der Geschäftsführung der Stadtwerke, Frank Jankowski-Zumbrink, Geschäftsführer, Daniel Korf, Prokurist und technischer Leiter, sowie Timo Rüffer, kaufmännischer Leiter, in Empfang genommen und in den Leitstand der Kläranlage geführt.  Hier erläuterte Klärmeister Jürgen Dauter den Gästen ausführlich die Funktionsweise der Kläranlage und stellte die technischen Möglichkeiten zur durchgehenden Fernüberwachung der Anlage sowie der 36 im Stadtgebiet verteilten Pumpstationen vor. So kommt im „Normalbetrieb“ eine Menge von zirka 3700 Kubikmeter Abwässer täglich in der Zentralkläranlage an. Bei den so genannten „Platzregen-Ereignissen“ kommen da schon mal rund 12 Kubikmeter zusammen.

In Sehnde werden Regenwasser und Abwasser überwiegend in getrennten Leitungen gesammelt und transportiert. Lediglich in Teilen Rethmars, Everns und Klein Lobke gibt es noch so genannte Mischwasser-Leitungen, also Abwasser und Regenwasser zusammen in einer Leitung. Die längste Leitung von einer Pumpstation zur Kläranlage ist mit 6,5 Kilometer die von Ilten nach Sehnde. Der in einem Jahr beim Klärprozess anfallende Klärschlamm kann auf dem Gelände gelagert werden.

Auf dem Gelände befindet sich außerdem ein bereits vor 13 Jahren in Betrieb genommener Faulturm (Biogasanlage), in dem pro Jahr etwa 500 000 Kilowattstunden Methangas produziert werden, das über ein Blockheizkraftwerk einen Teil des auf der Kläranlage benötigten Energiebedarfs deckt. Trotzdem müssen jährlich noch fast eine Million Kilowattstunden Strom zugekauft werden.

Eine große Fläche umfasst die Anlage – Foto: SPD

Um den Betrieb der Kläranlage kümmern sich derzeit sechs Mitarbeiter. Die Stadtwerke Sehnde verfügen zusätzlich über eine „Grünkolonne“ mit drei Mitarbeitern, die sich um die den Stadtwerken Sehnde obliegende Pflege von Grünbereichen kümmern. Die Pflege umfasst 11 Kilometer zu mähende Gräben sowie Regenwasserrückhaltebecken mit einer Wasserfläche von 55 000 Kubikmetern.

Zum Abschluss des Besuchs der Kläranlage fand eine Besichtigung der kompletten Anlage einschließlich der „geruchsintensiven“ Bereiche statt. Von der Kläranlage ging es in die so genannte „Trinkwasserhalle“. Hier gab Werkmeister Lars Meyer fachkundig Auskunft über die Aufgaben der acht Mitarbeiter, davon vier im Tiefbau. Sie sorgen für einen reibungslosen Transport des von den Harzwasserwerken und, in Bilm und Höver, vom Wasserverband Nordhannover erhaltenen Trinkwassers in die Haushalte in Sehnde. Seit dem 1. Januar 2017 gehört auch die Instandhaltung der Wassertransportleitung dazu, die zu diesem Zeitpunkt vom Wasserverband Peine übernommen wurde.

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