Sehnder Straßen sollen erfasst und ausgebessert werden

12. November 2015 @

Dass die Sehnder Straßen nicht überall dem aktuellen Stand der Wünsche der Bürger entsprechen, erleben viele Einwohner jeden Tag aufs Neue, wenn ihr Auto, der Kinderwagen oder der Rollator durch Risse und Schlaglöcher rumpelt. Mit dieser unbefriedigenden Situation hat sich am Dienstag in seiner Sitzung der Fachbereichsausschuss Stadtentwicklung und Bauaufsicht unter Leitung des Ausschussvorsitzenden Hartmut Völksen befasst. Im Rahmen der Haushaltsberatungen stellte der Ausschuss zunächst fest, dass lediglich 220 000 Euro für den Erhalt der asphaltierten Verkehrswege eingeplant waren.

Hiergegen muss mehr investiert werden, meint auch der Ausschuss - Foto: Daniel Rennen/Pixelio

Hiergegen muss mehr investiert werden, meint auch der Ausschuss – Foto: Daniel Rennen/Pixelio

Der Ratsherr Edgar Bäkermann (SPD) wies nicht zu Unrecht darauf hin, dass man dafür lediglich „Löcher flicken“ könne. An mehrere „Oberflächensanierungen“ sei damit gar nicht zu denken, geschweige denn an eine Grundsanierung von Straßen. Zudem wisse man eigentlich gar nicht, welchen Zustand die Sehnder Straßen haben, weil das Straßenkataster entgegen der ursprünglichen Planung aus Kapazitätsgründen in der Verwaltung noch nicht einmal richtig angefangen wurde. Das sollte eigentlich die Grundlage für die Straßensanierungen und –reparaturen werden und Auskunft darüber geben, wie der Zustand, die Tragfähigkeit und der Untergrund der Verkehrswege beschaffen sind. Damit könne man dann erforderliche Grund- oder Oberflächensanierungen planen und steuern. Solange dies aber nicht vorhanden sei, so die einhellige Meinung, werde man der Flickschusterei nicht entkommen.

Deshalb votierte der Ausschuss einstimmig für eine Aufstockung der Mittel um 50 000 Euro für zusätzliche „Oberflächenbehandlungen“, wie es behördlich für Asphaltierungsarbeiten heißt, und weitere 50 000 Euro für die ersten Arbeiten zur Erstellung eines Straßenkatasters durch eine externe Firma. Da diese Arbeit dann in den kommenden Jahren fortgesetzt werden müsse und man die Kosten derzeit nicht abschätzen könne, so der Ausschuss, seien dafür auch 2017 und möglicherweise später Haushaltsmittel vorzusehen. Damit würden, falls der Finanzausschuss und der Stadtrat den Wünschen der Verkehrspolitiker folgt, der Mittelansatz im Haushalt auf insgesamt 320 000 Euro steigen. Ob sich damit 2016 deutlich mehr Löcher stopfen lassen als bisher, bleibt bei einem Ansatz von lediglich 50 000 Euro zusätzlich abzuwarten – denn anders als bei Grundsanierungen fallen dabei keine „Anliegerrückerstattungen“, also Anliegerkosten, an.

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