Sehnder Ratsherren zufrieden mit Planung fürs Klinikum Lehrte

26. Januar 2019 @

Der Sehnder Stadtrat hatte sich in einer Resolution für den Erhalt des Klinikums Lehrte ausgesprochen und auf die zentralen Bedeutung auch für Sehnde hingewiesen. Wegen der anhaltenden Unsicherheiten war daraufhin die Regionsführung mit Hauke Jagau und dem Geschäftsführer des Klinikum Region Hannover, Dr. Matthias Bracht, zu einem Diskussions- und Frageabend nach Lehrte gekommen (SN berichteten).

Viele Besucher kamen zum Info-Abend – Foto: JPH

Dort stellte die Regionsvertreter dar, dass das Krankenhaus erhalten bleibt und die notwenigen Investitionen durch die Region übernommen werden. Damit, so der Eindruck auch bei allen Besuchern, ist der Weiterbetrieb gewährleistet. Mit der Veranstaltung waren aus Sehnde auch Olaf Kruse, Sprecher der Ratsgruppe SPD/Grüne, und Ralf Marotzke, stellvertretender Bürgermeister der Stadt und CDU-Ratsmitglied. Im Anschluss waren sich beide Vertreter der Stadt Sehnde einig, dass mit der Aussage von Jagau und Dr. Bracht zunächst einmal die Grundfragen geklärt zu sein scheinen – und der Erhalt eine erfreuliche Tatsache für Sehnde sei.

„Wir müssen nun sehen, wie die Region das Gesagte umsetzt“, so Kruse. „Aber es wichtig, dass die Region den Weiterbetrieb will, obwohl die Sehnder auch andere Krankenhäuser nutzen. Doch mit dem Erhalt ist es sichergestellt, dass auch ältere Bürger Betreuungs- und Besuchsmöglichkeiten im nahem Umfeld behalten. Mit der Geriatrie, wie von der Region dargestellt, erscheint das Klinikum zukunftsträchtig. Unklar ist, weshalb der Ausschuss da eingreift und andere Standorte fordert.“ Und er ist sehr zufrieden, dass mit der Klarstellung nun die „abwegige Diskussion“ beendet ist und die Abwanderung qualifizierten Personals  gestoppt wird. „Ich habe jetzt ein besseres Gefühl als vorher“, schloss Kruse.

Ähnlich war auch die Meinung von Ralf Marotzke nach der Vorstellung. „Wir müssen jetzt an der Region und dem KRH dran bleiben, dass die vorgestellte Lösung nun auch schnell umgesetzt wird. Allerdings macht mir die von 158 auf 116 Betten reduzierte Zahl etwas Sorge. Das wären 25 Prozent und das bedingt ja dann auch einen geringeren Personalschlüssel. Wenn aber tatsächlich die 20 Betten aus Langenhagen dazukommen, ist alles ok. Da müssen alle Parteien unsere Regions- und Landtagsabgeordneten an die Wahlversprechen erinnern.“ Jetzt aber, so Marotzke abschließend, müsse man erst einmal abwarten, was das Sozialministerium entscheide.

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