Regionsverwaltung prüft Schaffung und Betrieb von Flüchtlingsunterkünften

16. Oktober 2015 @

Regionspräsident Hauke Jagau hat gegenüber den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern in der Region Hannover angekündigt, dass die Region prüfe, ob sie die Kommunen bei der Unterbringung von Flüchtlingen entlasten könne. „Wir überlegen konkret, eine Gemeinschaftsunterkunft zu schaffen und zu betreiben, um im Fall von Engpässen bei der Zuweisung an die Kommunen eine Übergangslösung bereit zu halten.“ Angestrebt sei eine Einrichtung mit 300 bis 500 Plätzen. Jagau stellte allerdings auch klar, dass diese Unterkunft in einer der 20 Umlandkommunen liegen werde – dort also entsprechende Immobilien gesichtet werden.

Regionspräsident Hauke Jagau strebt eine "Großlösung" in der Flüchtlingsfrage an - Foto: Region Hannover/Archiv

Regionspräsident Hauke Jagau strebt eine „Großlösung“ in der Flüchtlingsfrage an – Foto: Region Hannover/Archiv

Neben dieser Flüchtlingsunterkunft wolle die Region zudem prüfen, ob es für das Land eine Notunterkunft gleicher Größenordnung einrichten könne, um die überfüllten Erstaufnahmeeinrichtungen zu entlasten. Das Land Niedersachsen hatte den Landkreisen und der Region Hannover angekündigt, im Zuge der Amtshilfe die Gebietskörperschaften aufzufordern, Notunterkünfte bereit zu stellen und zu betreiben.

Region und Kommunen einigten sich zudem darauf, dass Notunterkünfte des Landes mit einem Schlüssel von 50 Prozent auf die Unterbringungsquote der Kommunen, in denen sie liegen, angerechnet werden, um die Lasten gerecht zu verteilen. Diese Regelung soll zunächst bis Ende dieses Jahres gelten. Denn wie lange diese Regelung überhaupt greifen kann, hängt von der Stärke des angehalten Zustroms ab.

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