Piraten Lehrte kritisieren Umgang mit Dauerkleingärten des KGV Feierabend

12. Mai 2017 @

Die überwältigende Beteiligung der Öffentlichkeit zur Kleingartenanlage ist ausgewertet, stößt aber offenbar im Rat der Stadt Lehrte kaum auf Interesse, so die Piratenpartei zu der immer noch nicht ausgestandenen Kontroverse. „Man fühlt sich an die Zeit erinnert, als die Öffentlichkeit zum geplanten OBI einbezogen wurde, ohne das es im Anschluss etwas bewirkte“, so der Ratsherr Sebastian Frenger.

Die Piraten wollen ANtworten zum Baugebiet – Logo: Piratenpartei

Viele Rückmeldungen betreffen laut Piratenpartei noch nicht den Flächenplan, der als erstes beschlossen werden muss. Aber sie zeigen für spätere Verfahrensschritte aufkommende Probleme, die nicht nur die Piraten als nicht zufriedenstellend behandelbar sehen, meint Frenger.

Damit das Neubaugebiet entstehen kann, muss die gesondert geschützte Fläche der Dauerkleingarten geändert werden, für andere Flächen wird es aber als nicht durchführbar erklärt, bemängeln die Piraten. „Die hervorgerufenen Kosten und Aufwände zu Bombenentschärfung, Bodenbelastungen, Entschädigungszahlungen und weitere Kosten, die den Kleingartenverein betreffen, sind immer noch nicht öffentlich bekannt und es ist nicht klar, wer was zahlt. Zudem ist nicht klar: Wie viel zahlt die Stadt und damit auch die Bürger?“, schreibt Frenger. „Es kann nicht sein, dass jetzt allein über teils vier Geschosse gesprochen wird, wo im umliegenden Gebiet der Siedlungscharakter mit eher zwei Geschossen das Höchstmaß darstellt. So hoch sehen wir die Lehrter Wohnungsnot an dieser Stelle nicht. Auch die Parkplatzknappheit und Verkehrsentwicklung wird auf so eng umschlossenen Raum nur in der Theorie funktionieren.“

Angeblich hat ein Wegfall des Kleingartengeländes keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt, berichten die Piraten. Doch sie sehen das vollkommen anders: „Nur um ein Beispiel zu nennen: Zu Luftschadstoffen liegen keine aktuellen Daten vor. Warum sollen diese nicht erhoben werden? Es wird unterschätzt, dass unter anderem der Baumbestand auch den Lärm der Auto- und Eisenbahn dämpft und Reaktionen verhindert.“ Deshalb will die Partei die Entwicklung weiterhin kritisch begleiten.

Größere Karte anzeigen

Kommentare gesperrt.

© 2019 Sehnde-News.