Neue Gruppe im Rat konstituiert sich – erster Auftritt heute

4. April 2019 @

Seit Anfang der vergangenen Woche hat der Stadtrat von Sehnde eine neue Gruppe, bestehend aus den Ratsmitgliedern Hartmut Völksen und Fritz Wilke. Die beiden haben sich beim Bürgermeister der Stadt inzwischen als Gruppe „Unabhängig für Sehnde“ angemeldet und müssen nun in die politische Arbeit des Stadtrates sowohl bei Fachausschüssen als auch bei den Aufsichtsräten eingepasst werden (SN berichteten).

Die beiden „neuen“ Gruppenangehörigen haben Anspruch auf entsprechende Sitze in den Ausschüssen und Aufsichtsratsgremien, was natürlich zu Lasten der übrigen Parteien, vornehmlich wohl der CDU, gehen dürfte. Dies dürfte Donnerstagsabend, 04.04.2019, in der anstehenden Ratssitzung geschehen.

Als Gruppe „Unabhängig für Sehnde“ sitzen jetzt Hartmut Völksen (li.) und Fritz Wilke im Rat – Foto: JPH

Hartmut Völksen und Fritz Wilke sind derzeit dabei, ihre Arbeitsgrundlagen und –verteilungen zu organisieren. Dabei möchte Völksen, der schon in Gremien eingebunden ist, die Aufgaben weiterführen, während Wilke sich noch über die zu besetzenden Ausschüsse Gedanken macht. „Wir sind grundsätzlich unabhängig und werden uns sachorientiert für Beschlüsse entscheiden“, sagen sie und sind sich sicher, dass die Fraktionen im Rat sich mit ihnen abstimmen müssen, um erforderliche Mehrheiten im Stadtrat  in strittigen Fragen herzustellen. „Wir haben zahlreiche Gemeinsamkeiten“, so Wilke, der sich vor allem um Kitas, Schulen und Feuerwehr kümmern will, während Völksen den Bereich Stadtentwicklung und „Geld“ abdecken wird. „Mein Schwerpunkt wird die Haushaltssituation werden, da ich in der bisherigen Arbeit mit meinen Fragen und Anregungen nicht gehört wurde. Jetzt werde ich sachlich dazu Stellung beziehen“, so Völksen. Das bezieht natürlich auch die Bauvorhaben und ihre Finanzierung mit ein.

Die erste Planung der neuen Gruppe befasst sich mit dem An- oder Umbau der Schule in Ilten. Dort müsse man umfassender denken, sagen sie. Man müsse dazu mit einer Machbarkeitsstudie prüfen, ob man die Schule nicht um das Feuerwehrhaus erweitern könne und das Feuerwehrhaus, das aus allen Nähten platzt und nicht mehr nicht mehr den Vorschriften entspreche, an anderer Stelle neu aufbaue. „Bisher gab es eine ‚Denkblockade‘, die wir jetzt überwinden wollen“, so Wilke und Völksen. Auch bei der Ausschreibung der Turnhalle an der Chausseestraße wollen sie den Rat eingebunden wissen sowie beim Feuerwehrhaus in Sehnde Alternativen prüfen und nicht nur einen Lösungsvorschlag akzeptieren.

Dazu wollen sie mit den anderen Fraktionen lösungsbezogen zusammenarbeiten, aber „wir sind nun frei in der Ratsarbeit“, betont Völksen. „Das erwarten wir auch von den anderen Gruppen und Fraktionen im Rat – sachliche Zusammenarbeit und Gespräche über Lösungen, denn wir wollen keineswegs stören, sondern mit agieren.“

Besonders die nun erforderliche Einbindung in den Informationsfluss des Rates erfreut Wilke. „Jetzt muss ich auf meine Fragen Antworten erhalten“, sagt er, weil er sich zuvor oft ignoriert fühlte mit seinen Anträgen. „Und wir sind ab sofort für die Anliegen der Bürger ansprechbar“, betonen beide. „Unsere Kontaktdaten finden die Sehnder und Sehnderinnen unter der Internetadresse der Stadt und wir sind gespannt auf die Wünsche, Fragen und Anregungen der Bürger.“

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