Mit „ÖPP Light“ zur neuen Sporthalle: Stadtrat legt weiteren Weg fest

2. Februar 2019 @

Der Sehnder Stadtrat hat am Donnerstagabend, 31.1.2019, getagt und zu einem einzigen Tagesordnungspunkt eine Entscheidung getroffen: Wie geht es weiter zur neuen Sporthalle an der Chausseestraße? Am Ende votierten 24 Mitglieder für den Vorschlag der Beratungsfirma und der Verwaltung, zwei enthielten sich der Stimme. Damit kann die neue Halle – voraussichtlich bis 2021 – gebaut werden.

Arne Sangershausen trug vor dem Stadtrat vor – Foto: JPH

26 Ratsmitglieder waren zu der Sitzung am vergangenen Donnerstag gekommen, um über den weiteren Weg der neuen Sporthalle zu entscheiden. Davor stellte Arne Sangershausen von der Firma Public Sector Project Consultants GmbH (PSPC) aus Berlin die zwei verschiedenen geprüften Möglichkeiten für den Bau der neuen Hallen vor.  Dabei sprach man im Rat von der ÖPP und einer ÖPP Light. Diese beiden Varianten standen zuletzt für das Projekt in der Diskussion. Die ÖPP-genannte Variante umfasst dabei die Planung, den Bau, die Instandhaltung und den Betrieb mit Reinigung, Hausmeister und Verwaltung durch den Auftragnehmer, während die ÖPP-Light-Variante den Betriebsanteil bei der Stadt Sehnde belässt.

Danach war noch einmal über die Endfinanzierungsvarianten mit Kommunalkredit und einredefreie Forfaitierung (Bank übernimmt nach dem Bau) gesprochen worden, wobei die Finazierung mit Forfaitierung am Ende die günstigste bleib (siehe auch SN Bericht vom 23. Mai 2018). Dannwur en die einzelnen Komponenten der  Baukosten betrachtet und am Ende gegenübergestellt. Danach spart das ÖPP Light-Modell gegenüber dem ÖPP-Modell rund eine halbe Million Euro oder 1,92 Prozent. Bei der Kreditplanung stehen bei der einredefreien Forfaitierung mit etwa 1,45 Prozent Zinsen pro Jahr am Ende 2 473 720 Euro zu Buche, bei der eigenen Finanzierung mittels Kommunalkredit würden etwa 1,3 Prozent Zinsen pro Jahr fällig, die am Ende der 20 Jahre 2 131 152 Euro Zinsen betrügen. Damit ergibt sich eine weitere Einsparung von 340 000 Euro.

Auf dem Bauplatz wird nun mit ÖPP Light die Halle errichtet – Foto: JPH

Der Zeitplan bis zur Fertigstellung sieht die Ausschreibung und Bewertung des Teilnahmewettbewerbs bis zum Frühjahr 2019 vor, die Angebotserstellung und Auswertung der verbindlichen Angebote dann bis zum Herbst 2019. Vertragsunterzeichnung könnte dann im Winter 2019 erfolgen, so dass der Baubeginn nach Baugenehmigung im Frühjahr 2010 erfolgen würde. Der Neubau würde dann im Sommer 2012 zur Nutzung fertig sein. Am Schluss wurde den Ratsmitglieder von Sangershausen zur Umsetzung der neuen Halle das ÖPP Light-Modell mit Kommunalkredit empfohlen.

In der folgenden Aussprache ging es dann noch um die Instandhaltungsverpflichtungen bei strittigen Fragen und bei Ausfall des Bauherrn, die Abwicklung der Instandhaltung bei einem Defizit auf dem gemeinsamen Konto und bei Ablauf des Vertrages. Auch die Wahrscheinlichkeit eines oder mehrere Angebote zum Bau der Halle wurde bewertet und von Sangershausen als „marktfähig“ bewertet. Außerdem wurden die Kosten bei weiterer Verzögerung der Entscheidung für ein Modell mit sieben Prozent oder 75 000 Euro  pro Monat angegeben.

Nachdem alle Argumente ausgetauscht und Fragen beantwortet waren, votierte der Stadtrat für den Bau der Halle im ÖPP Light-Modell mit 24 Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen. Damit läuft der vorgestellte Zeitplan nun an.

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