Lehrter Linke lehnen Kleingärten als „Bauland-Reserve“ ab

29. Oktober 2016 @

In der vergangenen Woche beschloss der Stadtrat Lehrte mit den Stimmen von CDU, SPD, Grünen sowie FDP das Verfahren zur Umwandlung der Kleingartenkolonie Feierabend in Bauland. Die Linke kritisiert das Vorgehen als Einschränkung innerstädtischer Grün- und Naherholungsflächen.

Die Linke kritisiert den Lehrter Stadtratsbeschluss - Logo: Die Linke

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„Die betroffene Fläche, auf der sich derzeit 106 Kleingärten befinden, steht aufgrund der zu erwartenden Länge des Bauleitverfahrens und der Kündigungsfristen gemäß Bundeskleingartengesetz frühestens Ende 2018 zur Verfügung“, erläutert Christoph Lokotsch, Sprecher der Partei und ab November Mitglied des neuen Rates der Stadt Lehrte. Thomas Schwieger, ebenfalls ab kommenden Monat für die Linke Ratsherr, ergänzt: „Durch Entschädigungszahlungen an die Pächterinnen und Pächter der Kleingärten sowie die ausstehenden Straßenausbaubeiträge für den neuen Bauabschnitt der Manskestraße entstehen der Stadt hohe Kosten.“

Weil die betreffende Fläche Platz für vergleichsweise wenige Wohneinheiten bietet, im besten Fall mit bis zu 150 knapp weniger als der prognostizierte Bedarf eines Jahres, zugleich aber den Verlust eines wichtigen Grünzuges mit sich bringt sowie durch die Auslöse der Kleingärtner auch in finanzieller Hinsicht teuer zu werden scheint, lehnt die Linke die Umwandlung in Bauland in der Abwägung ab.

Wohnungsknappheit gegen Kleingärten auszuspielen ist für die Partei keine Option. „In der Verantwortung sind jetzt auch Grundbesitzer, die sich bisher Verkaufsgesprächen kategorisch verweigern oder überzogene Preise aufrufen“,  so Hans-Jürgen Dankert. „Es kann nicht sein, dass einige wenige aus reiner Profitgier die Entwicklung der Stadt Lehrte derart beschränken.“

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