Internationaler Austausch für mehr Tierwohl in Norwegen

7. Oktober 2015 @

Dr. Maria Flachsbarth, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), reist vom 25. bis zum 27. Oktober mit einer Delegation nach Oslo, um sich über das norwegische Modell der Schweinehaltung zu informieren.

Schnäbel kürzen und Ringelschwänze abschneiden soll endlich der Vergangenheit angehören - Foto: JPH

Schnäbel kürzen und Ringelschwänze abschneiden soll endlich der Vergangenheit angehören – Foto: JPH

„Wir wollen die Haltungsbedingungen in unseren beiden Ländern vergleichen, um von Norwegen zu lernen, wie sich das Schwanzbeißen in den Schweineställen vermeiden lässt. Damit kommen wir unserem Ziel einen Schritt näher, auch in Deutschland auf das Schwänzekupieren zu verzichten. Voraussetzung dafür ist es, dass die Haltung unkupierter Ferkel in der Praxis umsetzbar ist“, so Flachsbarth.  Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt verfolgt im Rahmen seiner Initiative „Eine Frage der Haltung. Neue Wege für mehr Tierschutz“ das Ziel, zukünftig in deutschen Schweineställen auf das routinemäßige Schwänzekupieren bei neugeborenen Ferkeln zu verzichten.

In Norwegen ist das bereits der Standard. Obwohl die Ringelschwänze dran bleiben, gibt es in den norwegischen Ställen deutlich weniger Bestände, in denen das gegenseitige Schwanzbeißen der Tiere ein Problem ist. Die Ursachen für den Kannibalismus sind vielfältig: Wissenschaftler gehen von einer Mischung verschiedener Faktoren aus: Dazu gehören beispielsweise das Stallklima, die Art der Fütterung, die Genetik und der Gesundheitszustand der Tiere sowie die Bestandsgröße.

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