Feuerwehrbedarf zugestimmt – Brandmeister ernannt – Gerätewart noch offen

27. März 2017 @

Brandschutz ist eine der Kernaufgaben der Stadt und darf nicht auf die lange Bank geschoben werden, wenn sich Defizite abzeichnen. Das ist besonders immer dann bitter, wenn die Finanzlage der verantwortlichen Kommune ohnehin angespannt ist. So auch bei der Stadt Sehnde, die einige Ausgaben für den Brandschutz ihrer Bürger unerwartet leisten muss. Doch die Zinsen sind niedrig, ein „Verschieben“ wäre teurer.

Links vor der Gärtnerei soll der Neubau in Haimar entstehen – Foto: JPH

So hat der Stadtrat dem Bauvorhaben für das Feuerwehrhaus Haimar zugestimmt und die erforderlichen Gelder in den Haushalt eingestellt. Aber auch für Höver und Sehnde werden An-, Um- oder Neubauten nötig. Neue Fahrzeuge für die Feuerwehren machen es erforderlich. Nicht immer fallen die Summen dabei auch in diesem Haushaltsjahr an, aber sie sind absehbar und werden dann als „Verpflichtungsermächtigungen“ (VE) vorgesehen. Dann darf geprüft, geplant und vor allem bestellt werden, die Mittel sind in den nächsten Haushalten einzuplanen.

So wird für Höver eine weitere Unterstellmöglichkeit für ein Feuerwehrfahrzeug geplant und gebaut, bevor das neue Löschfahrzeug 2018 zuläuft. Auch für Sehnde ist der Umbau am Feuerwehrhaus erforderlich, denn die neue Drehleiter, die für 2018 als „VE“ mit 800 000 Euro vorgesehen ist, folgt anderen gesetzlichen Vorgaben und Abmaßen als der in die Jahre gekommene Iveco. Doch im Interesse der Bürger müssen diese Ausgaben ebenso erfolgen, wie der Anbau beispielweise der KGS – Investitionen in die Sicherheit und Zukunft.

Die Sehnder Drehleiter kann jetzt ersetzt werden – Foto: JPH

Auch der Ernennung von zwei stellvertretenden Ortsbrandmeistern gab der Rat vergangene Woche seine Zustimmung. So ist nun Fabian Lehrke der stellvertretende Ortsbrandmeister von Sehnde, Daniel Gründer ist zweiter Mann in Ilten. Beide haben die erforderlichen Qualifikationen erworben oder bereits mitgebracht und wurden nun für sechs Jahre in das Amt berufen.

Nur die von der Feuerwehr gewünschte und eigentlich auch zur Abstimmung vorgesehene Bereitstellung von Geld für die Anstellung eines Feuerwehrgerätewartes ist vertagt worden. Der vorgelegte Beschlussvorschlag sah vor, eine Ganztagsstelle der Vergütungsgruppe 9 nach Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst einzurichten. Hier sind, so befand der Rat, noch Nachberatungen bezüglich Tätigkeitsbild und Vergütung erforderlich, aber grundsätzlich steht der Bedarf weiterhin nicht in Frage.

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