Dr. Silke Lesemann mit 100 Prozent erneut für den Landtag nominiert

28. April 2017 @

Die Sehnder SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Silke Lesemann ist Mittwochabend bei einer Wahlkreiskonferenz ihrer Partei einstimmig in Laatzen erneut als Direktkandidatin für die Landtagswahl des Wahlkreises Laatzen, Pattensen und Sehnde aufgestellt worden. „Das ist ein fantastisches Ergebnis und eine tolle Motivation – vielen Dank“, sagte Lesemann nach der einstimmigen Wahl zur Kandidatin.

Die Delegierten stimmten für die Versammlungsleitung und die Tagesordnung – Foto: JPH

Zuvor hatte sich die Amtsinhaberin den 38 Delegierten ihrer Partei, 16 Frauen und 22 Männern, in der Aula der Grundschule Pestalozzistraße in Laatzen als einzige Bewerberin vorgestellt. Dabei gign sie auf ihre Arbeit im landtag ein, zeigte die Erfolge der Regierung Weil auf und betonte ihren Schwerpunkt „Bildungspolitik“. Viel Geld ist seit der Regierungsübernahme vor vier Jahren investiert worden – sei es durch Wegfall der Studiengebühren, der Wiedereinführung des G9-Abiturs oder die Aufstockung der Lehrerzahlen. Die promovierte Historikerin war maßgeblich am Wiederaufbau der Landeszentrale für Politische Bildung beteiligt, einer Einrichtung, die in Zeiten des Radikalisierung in ihrer Wichtigkeit gar nicht überschätzt werden kann. Sie betonte das Bildungspolitik schon immer ein Kernanliegen der SPD gewesen sei: „Es darf die Bildung unserer Jugend nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen“, bezog sie klar Position.

Auch im Bereich der Sicherheit habe die Rot-Grüne Koalition einiges bewegt. So wurden 1300 neue Polizisten eingestellt und die Arbeitslosenzahlen in Niedersachsen sind die geringsten seit Landesgründung.

Silke Lesemann stellte ihre Arbeit und ihre Zeile den Delegierten vor. Dr. Matthias Miersch hörte aufmerksam zu – Foto: JPH

Dabei warb sie für eine faire und gerechte Gesellschaft und erklärte ihre persönliche Motivation: So sei sie vor 30 Jahren in die SPD eingetreten, um die inneren Überzeugungen auch nach außen zu dokumentieren. „Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität, Gleichberechtigung von Männern und Frauen, das sind auch nach mehr als 150 Jahren Werte, nach denen sich die Politik richten muss und für die ich kämpfe“, sagte Lesemann.

Auch habe Rot-Grün ein 400-Millionen-Euro-Programm zur Schaffung von günstigem Wohnraum aufgelegt, das Schulgeld für die Ausbildung in der Altenpflege endgültig gestrichen, die Schulsozialarbeit ausgebaut und finanziell gestärkt, die Tarifbezahlung zur Voraussetzung für öffentliche Aufträge gemacht und nun jeweils eine Stelle für Gleichstellungsbeauftragte in Kommunen ab 20 000 Einwohnern geschaffen.

Die Liste sei noch viel länger, betonte Lesemann, und man habe dafür viel Geld in die Hand nehmen müssen. Dennoch sei es Rot-Grün gelungen, die Neuverschuldung kontinuierlich zu senken und 2016 sogar die schwarze Null zu erreichen – ein Jahr früher als geplant. „Wir haben zum ersten Mal seit 70 Jahren, zum ersten Mal seit der Gründung des Landes Niedersachsens, einen ausgeglichenen Haushalt ohne neue Schulden beschlossen“, so Lesemann.

Mit 100 Prozent wurde Lesemann erneut aufgestellt und erhielt Blumen von Miersch – Foto: JPH

Ein wichtiges Ziel der SPD für die nächste Legislatur sei die beitragsfreie Kita. Außerdem wolle man in den nächsten Jahren die Sozialarbeit an Schulen weiter ausbauen und mehr Förderlehrkräfte einstellen.

Am Ende ihrer Rede formulierte Lesemann vier Ziele für die Landtagswahl: Die SPD müsse nach 20 Jahren wieder die stärkste Partei in Niedersachsen werden, Stephan Weil müsse Ministerpräsident bleiben, die AFD unter fünf Prozent gehalten werden und sie wolle den Wahlkreis Laatzen, Pattensen und Sehnde so wie vor fünf Jahren direkt gewinnen.

Im Anschluss honorierten die 38 Delegierten Lesemanns Arbeit mit einem einstimmigen Wahlergebnis. Der Laatzener Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Miersch gratulierte ihr zur Nominierung und überreichte Blumen. Gemeinsam will man nun dafür kämpfen, zunächst Martin Schulz zum Kanzler und dann die SPD zur stärksten Fraktion im lAndtag zu machen, war man sich einig.

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