Die Sehnder Bürgerinitiative „Assewasser – nein danke!“ sieht sich bestätigt

26. Februar 2019 @

Mit Bezug auf einen Bericht aus der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 18. Februar 2019 zum Thema „Wie gefährlich sind die Kalihalden“, in dem es um das Haldenabflusswasser geht, sieht sich die „Bürgerinitiative gegen die Einleitung von Assewasser“ aus Sehnde in ihrer Ansicht bestätigt, dass die Halde und das Grubenwasser eine grundsätzliche Gefährdung darstellen, wie sie jetzt in einer Pressemeldung mitteilt.

Ist die Haldenabdeckung sicher?, sorgt sich die Bürgerinitiative – Foto: JPH

Im Artikel der  Hannoverschen Allgemeinen Zeitung heißt es einleitend: „An fast allen der insgesamt sieben Kalihalden in Niedersachsen sind im Grundwasser die Grenzwerte für die Salzbelastung deutlich überschritten – alleine drei der fünf betroffenen Standorte liegen in der Region Hannover.“ Dazu gehörten laut des Zeitungsartikels auch die Gruben „Bergmannssegen-Hugo“ bei Lehrte und „Friedrichhall“ in Sehnde. Die beiden unterirdisch verbundenen Gruben mit den Halden darüber werden derzeit mit Salzsole geflutet und zumindest in Sehnde kommt das Haldenwasser auch nach untertage, wie Betreiber K+S an anderer Stelle einmal versicherte – und nicht in die Leine oder den Mittellandkanal. Somit würde sich hier wohl eher die grundsätzliche Frage stellen, ob die Auffüllung von Bergwerken mit hochangereicherter Sole das Problem der Grenzwertüberschreitung sein könnte.

Der BUND sieht jedoch das Problem der Grundwasserversalzung durch Auswaschungen aus den Altkalihalden als Ursache  für die entstehende Versalzung des Grundwassers und kritisiert diesen Vorgang. Unter Anderem weist der BUND laut Sehnder Bürgerinitiative auch auf die Wirkungslosigkeit des Haldenabdeckungskonzeptes hin.  „Für uns ist nicht nachvollziehbar, warum das Umweltministerium und die zuständigen Behörden diesen Zustand seit Jahren dulden und nun sogar unter ‚Bestandschutz‘ stellen. Eine solche Einstellung stellt für uns die wissenschaftlich-technische und gesetzgebende Entwicklung zur Umweltverbesserung der letzten 100 Jahre in Frage“, so die Bürgerinitiative. „Dieses Verhalten der beteiligten Ministerien, Behörden und Unternehmen lässt unser Vertrauen weiter schwinden, in Zukunft innovativ und fortschrittlich, bestehende Probleme anzugehen.“

Was aber bedeutet diese Erkenntnis der Behörden zur „Versickerung“ für die zwischen Sehnde mit der BGE, K+S und LBEG geführten Verhandlungen zur Einleitung des sogenannten „Assewassers“? „Wir sehen uns in unseren Bedenken bestätigt und können nur weiter an den Bürgermeister und den Rat der Stadt Sehnde appellieren, die in ihrer Resolution vom 14.12.2017, Stellungnahme vom 14.03.2018 einstimmig beschlossenen Punkte einzufordern“, so schließt Bürgerinitiative.

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