Defibrillatoren für Sehnde gewünscht – und sinnvoll?

26. Januar 2017 @

Die Gruppe der SPD/Grünen im Stadtrat wollen im Rahmen der Haushaltsberatungen auch Defibrillatoren in verschiedenen Bereichen anbringen. Die sollen deshalb in den Haushalt aufgenommen und an möglichst gut erreichbaren Plätzen angebracht werden.

Es gibt verschiedene Geräte, Anbringungsmöglichkeiten und Funktionsweisen – Foto: JPH/Archiv

Der Ortsrat Wassel hatte in seinen Haushaltberatungen vergangene Woche eine solches Gerät für das Feuerwehrhaus oder die Sporthalle in den gewünschten Ortshaushalt geschrieben. Solche Geräte, die im Preis zwischen 40 und 2500 Euro liegen, dienen zur Reanimation bei Herzstillstand. Im Sehnder Rathaus wurde vor drei Jahren ein solches aus Spenden finanziertes Gerät angebracht – benötigt wurde es bislang glücklicherweise nicht. Auch das Sehnder Gemeindehaus an der Mittelstraße, dort wo sich zahlreiche ältere Leute treffen, ist ein „Defi“ seit 2015 angebracht.

Sie können die Herzrhythmusfrequenz bei bei Herzkammerflimmern, bei -kammerflattern sowie bei der pulslosen ventrikulären Tachykardie eingesetzt werden und den Betroffenen ins Leben zurückholen. Ursachen für lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen können zum Beispiel ein Herzinfarkt sein, aber auch Stromschläge oder Medikamenten- und Drogenvergiftungen. Zeigt das Herz allerdings überhaupt keine elektrische Aktivität mehr, auch als Null-Linie bezeichnet, oder bewirkt die elektrische Aktivität keinerlei mechanische Reaktion des Herzens, bleibt eine Defibrillation wirkungslos.

Dem Wasseler Wunsch schließt sich die Gruppe SPD – B’90/Die Grünen an und verweist darauf, dass sie sich bereits am 13. Januar 2017 anlässlich ihrer ersten Sitzung zur Beratung des Haushaltsentwurfs 2017 mit dem Thema „Defibrillatoren in Turnhallen“ befasst hat. Darauf folgt ihrerseits nun die Forderung nach einer gesamtstädtischen Lösung für alle Turnhallen. Um für diese den finanziellen Aufwand zu bewerten, hat die Gruppe eine Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt.

Daniela Schröter präsentierte 2014 im Rathaus die Neuerwerbung. Im Hintergrund rechts die Aufbewahrungsbox und links die Werbetafel – Foto: JPH

Dabei geht es um die Mitteilung, in welchen Turnhallen der Stadt Sehnde breits die Geräte vorhanden sind, welcher Betrag für eine Ausstattung aller noch nicht ausgerüsteten Hallen erforderlich wäre und wie hoch die laufenden Kosten für Wartung und Prüfung jährlich zu veanschlagen sind. „Ideal wäre hierbei eine mit Unterstützung der örtlichen Vereine oder dem Sportring Sehnde werbefinanzierte Ausstattung durch Sponsoren“, so der Gruppensprecher Olaf Kruse zu den Überlegungen.

Offen bleiben bislang die Fragen, ob man auch Veranstaltungsorte, wie das KGS-Forum und das Waldbad, wo also viele Menschen sind, damit ausrüsten solle, und zudem: Wie oft wurden die vorhandenen Geräte schon eingesetzt?

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