CDU/FDP will Fernwärme für Sehndes Waldbad

24. Januar 2017 @

Die CDU/FDP-Gruppe des Stadrates Sehnde will 2017 die Beheizung des Waldbades in Sehnde konkret in Angriff nehmen. Dazu hat die Gruppe jetzt den Antrag auf Prüfung des Baus einer Fernwärmeleitung von der Biogasanlage am Schnedebruch zum rund drei Kilometer entfernt liegenden Waldbad gestellt. Der dürfte in der nächsten Stadtratssitzung erstmals auf die Tagesordnung kommen und dann in die Ausschüsse gehen. Der Antrag kommt rechtzeitig zu den Haushaltsverhandlungen.

Ob Biogasanlage oder Blockheizkraftwerk – jetzt noch mal die Beratung nutzen – Foto: JPH/Archiv

Die CDU/FDP Gruppe im Rat der Stadt Sehnde beantragt, die Bauabteilung der Stadtverwaltung solle prüfen, ob es möglich ist, eine Fernwärmeleitung von der Biogasanlage Mükro Bioenergie Gbr Am Schnedebruch bis zum Waldbad Sehnde zu bauen. Zugleich soll neben der Kostenermittlung eine erste Wirtschaftlichkeitsberechnung aufgestellt werden.

Ziel des gemeinsamen Antrages ist es, eine bessere Ausnutzung des Waldbades Sehnde durch die Beheizung zu erreichen. „Wir können die Energie und Wärme der Biogasanlage gut für das Waldbad nutzen“, meint die Initiatorin des Antrages, CDU Ratsfrau Elisabeth Schärling. „In den Wintermonaten wird bereits die JVA Sehnde durch die Biogasanlage beheizt. Im Sommer dagegen bleiben Energie und Wärme ungenutzt“, führt Schärling weiter aus. Das gäbe auch der KGS bei der Schwimmausbildung mehr Felxibilität.

Laut CDU/FDP würde sich die Abwärme der Biogasanlage dafür eignen, zumal die Entfernung zwischen der Biogasanlage und dem Waldbad je nach Streckenverlauf etwa 2,3 Kilometer beträgt. Die Kosten für den Bau einer Fernwärmeleitung betragen nach den Angaben der Gruppe etwa 100 Euro pro Meter, was die Leitung auf etwa 230 000 Euro bringt. Hierfür würden laut Antragstellern Zuschüsse von 40 Prozent von der Region gewährt werden, womit die Endsumme für die Stadt Sehnde  auf etwa 150 000 sinken ließe.

Das Waldbad könnte beheizbar werden – Foto: JPH

Die Fernwärmeleitung wäre der Gruppe zufolge förderungswürdig, weil derzeit pro Jahr zwei Millionen Kilowattstunden Abwärme in der Biogasanlage im Frühjahr und Sommer ungenutzt bleiben. Im Winter wird diese Wärme dann zum Heizen der JVA genutzt. Eine ganzjährige Nutzung der in der Biogasanlage erzeugten Wärme wäre somit gewährleistet. Eine Fernwärmeleitung hätte dem Antrag folgend außerdem den Vorteil, dass diese nach der Fertigstellung nur geringe Betriebs- und Unterhaltskosten für den Steuerzahler verursachen würde. Gleichzeitig ist eine Fernwärmeleitung sehr umweltfreundlich.

Gegebenenfalls, so sieht es die Gruppe, bestände sogar die Möglichkeit, die neu zu bauende Turnhalle mit an das Fernwärmenetz anzuschließen. Das allerdings könnte die Leistung des Bioreaktors überfordern, da die Turnhalle dann auch im Winter ebenso wie die JVA Wärme benötigte. Diese Fragen gilt es nun zu prüfen, um dann dem Rat zu diesem Vorschlag eine Antwort zu geben. „Erst dann kann die Politik feststellen, ob dieses Projekt wirtschaftlich ist oder nicht“, so Klaus Hoffmann, Sprecher der CDU/FDP-Gruppe.

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