CDU-Fraktion zieht Bilanz im Klinikstreit um Lehrte und Burgdorf

14. Oktober 2015 @

Sechs Bürgerdialoge hat die Regionsführung unter Hauke Jagau zur Strategie des Klinikums Region Hannover geführt und wollte dabei den Bürgern die neuen Überlegungen näher bringen und um Vertrauen für die Planungen werben. Dabei waren auch Veranstaltungen in Burgwedel und Lehrte, den Standorten der beiden Kliniken, die für den Neubau bei Großburgwedel schließen sollen. Dabei wurde aber wenig über aktuelle Rentabilität und Lösungsvarianten gesprochen, bemängelt der Fraktionsvorsitzende der CDU-Regionsfraktion, Bernward Schlossarek aus Burgdorf. „Das war wohl ein Satz mit x“, fasst Schlossarek die Veranstaltungen in Burgwedel und Lehrte in einer Pressemeldung zusammen.

Bernward Schlossarek fordert ein klares Bekenntnis des Regionspräsidenten zur Klinik Lehrte - Foto: CDU

Bernward Schlossarek fordert die Stärkung der Standorte Burgwedel und Lehrte – Foto: CDU

Schlossarek macht darin keinen Hehl daraus, dass ihm die Informationspolitik des Klinikums und des Regionspräsidenten nicht passt. „Die Bürgerinnen und Bürger haben einen Anspruch darauf, in diesen Dialogveranstaltungen Zahlen für die unterschiedlichen Varianten vorgelegt zu bekommen. Das hatte doch alles nichts mit einem Dialog zu tun, sondern das waren vielmehr blutleere Frontbeschallungen“, schreibt er. Desweiteren führt er aus:

>>Darüber hinaus steht für die CDU-Fraktion fest, dass eine Entscheidungsfindung solange nicht möglich sein kann, bis nicht alle Fragen vom Regionspräsidenten zum Klinikum öffentlich beantwortet sind. Derzeit stehen noch rund 300 Fragen der CDU-Fraktion bei der Regionsverwaltung zur Antwort aus. Es ist schon verwunderlich, dass man innerhalb eines Jahres nicht im Stande war, die verschiedenen Varianten, insbesondere die eines Neubaus, mit verlässlichen Zahlen und Daten vorzustellen.

Gerade vor dem Hintergrund, dass sich die Mehrheitsfraktion der SPD offensichtlich schon längst festgelegt hat, war das ein verlorenes Jahr und ein Imageverlust für das Klinikum sondergleichen. Offensichtlich hat sich die SPD in der Region Hannover bereits auf eine Variante verständigt. Mit einer gleichberechtigten Stärkung der Krankenhäuser in Burgwedel und Lehrte käme sie endlich den jahrelangen Forderungen der CDU nach.<<

Man könne nur hoffen, dass es sich hierbei nicht um eine Nebelkerze seitens der SPD handelt, „um über die Kommunalwahl 2016 zu kommen“, schreibt Schlossarek einmal mehr und rät dem Regionspräsidenten, statt eines Neubaus die beiden Standorte Burgwedel und Lehrte zu stärken.

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