CDU fordert Entschädigungsfonds für Wolfsschäden

12. Januar 2016 @

Der Wolf ist zurück in Niedersachsen, auch im Norden der Region Hannover hat es bereits Sichtungen gegeben. Diese erfreuliche Meldung für den Naturschutz und für die Artenvielfalt stellt Försterinnen und Förster, das Jagdwesen und die Tierhaltung vor besondere Herausforderungen. Gerade bei Tierhaltern ist die Angst vor Schäden am Tierbestand nicht von der Hand zu weisen. Die CDU-Fraktion fordert deshalb die Einrichtung eines Entschädigungsfonds für Wolfsschäden in der Region Hannover.

Christoph Loskant und die CDU wollen einen Entschädigungsfonds für Wolfsschäden einrichten - Foto: CDU

Christoph Loskant und die CDU wollen einen Entschädigungsfonds für Wolfsschäden einrichten – Foto: CDU

„Mit einem Fonds für Wolfsschäden wollen wir für die Akzeptanz des Wolfes werben und mögliche wirtschaftliche Schäden durch den Wolf mildern“, erklärt der umweltpolitische Sprecher der CDU-Fraktion Region Hannover, Christoph Loskant. Der Fonds ist auch ein Signal an die Menschen, die Nutztiere als Hobby halten oder in so kleiner Anzahl, dass sie bei Wolfsschäden keine Zahlungen vom Land Niedersachsen zu erwarten haben. Sie sollen dann auch aus diesem Bereich entschädigt werden können.

„Die Mittel aus dem Fonds können als Soforthilfe für vom Wolf gerissene Tiere, wie zum Beispiel Schafe, Ziegen oder Kühe, aufgewandt werden. Aber auch der Kauf eines Anhängers für den Transport von Wölfen oder Maßnahmen zum Schutz, wie Wolfszäune oder Schutzhunde, können mitfinanziert werden“, fasst Loskant die Verwendungsmöglichkeiten des Fonds über 50 000 Euro zusammen.

Ob allerdings nachgewiesen werden muss, ob die Schäden tatsächlich durch einen Wolf und nicht durch beispielsweise wildernde Hunde entstanden ist, bleibt zunächst offen.

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