Bilm macht mobil: MdB Dr. Flachsbarth besucht Sehnder Ortsteil

20. April 2016 @

SEHNDE-NEWS. Die Bundestagsabgeordnete für Sehnde, Dr. Maria Flachsbarth, ist gestern Morgen zu einem Kurzbesuch nach Bilm gekommen. Eingeladen hatte sie der Ortsbürgermeister Bernd Ostermeyer, der Neubürger Oliver Leven und der Ortsrat. Dabei wollten die Bürgervertreter darstellen, dass die geplante Ortsumgehung für Ilten nicht den Wünschen der Bilmer und Iltener Einwohner entspricht. Beim Ortstermin waren auch der Landtagsabgeordnete Dr. Hans-Joachim Deneke-Jöhrens und der Sehnder Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke anwesend.

Anhand der Karte besprachen MdL Hans-Joachim Deneke-Jöhrens, Bernd ostermeyer, Herbert Bartels, Carl Jürgen lehrke, Wolfgang Ostermeyer und Klaus Hoffmann (v.li.) mit der Bundestagsabgeordenten Dr. Maria Flachsbarth (mi.) die B 65-Planung - Foto: JPH

Anhand der Karte besprachen Hans-Joachim Deneke-Jöhrens, Bernd Ostermeyer, Herbert Bartels, Carl Jürgen Lehrke, Wolfgang Ostermeyer und Klaus Hoffmann (v.li.) mit der Bundestagsabgeordenten Dr. Maria Flachsbarth (mi.) die B 65-Planung – Foto: JPH

„Der Ort Bilm wird durch die Planung der Ortsumgehung zwischen Ilten und Bilm in Verbindung mit der Mergelgrube, die den Ort westlich umfasst nach drei Seiten abgeschottet“, so der Ortsbürgermeister. „Damit bliebt nur noch der Weg offen in Richtung Höver“, stellte er der Abgeordneten anhand einer Karte mit eingezeichnetem B 65-Korridor die Lage dar. Geht es nach den Wünschen der Bilmer, wird diese Vorrangplanung im neuen Bundesverkehrswegeplan-Entwurf gestrichen. „Denn außerdem soll hier ja auch noch der SüdLink hindurchführen Richtung Süden“, ergänzte der Sehnder Bürgermeister Lehrke und verwies darauf, dass man bereits 2012 einen Plan für die Umgehungsstraße seitens der Stadt Sehnde abgelehnt habe. Auch der Ortsbürgermeisterkandidat der CDU für Ilten, Klaus Hoffmann, war zu dem Treffen gekommen und bestätigte, dass auch die Iltener die neue Trasse nicht wollten.

Flachsbarth, die bereits im Vorfeld über die Ablehnung der Planung unterrichtet war, hob hervor, dass man sich in der Stadt Sehnde, in den Orten Bilm und Ilten, aber auch im Osten mit Haimar, Dolgen und Rethmar klar sein müsse, wenn man die Streichung aus der Planung erreiche, man nicht in fünf Jahren wieder eine solche Umgehung fordern könne. Daher sei es wichtig, dass sich die politischen Gremien über die Tragweite der Entscheidung auf Streichung aus dem Bundesverkehrswegeplan im Klaren seien. In einem ersten Gespräch mit dem Parlamentarischen Staatsekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, zu diesem Thema habe sie die Auskunft erhalten, dass die Planung nicht auf einem zwingenden Bedarf basiere. So kommt den Beratungen der Ortsräte und des Stadtrates in dieser Angelegenheit eine zukunftsweisende Bedeutung zu.

Im Gespräch mit Flachsbarth wurde außerdem darauf hingewiesen, dass es durchaus genügen würde, die Planungsfehler auf der überarbeiteten B 65 mit den in die Fahrbahn verlegten Bushaltestellen in Ilten zu beseitigen und die Ampelsynchronisation zu verbessern. Dann könne der Verkehr wie früher reibungsloser fließen. Man erwarte vielmehr die Ertüchtigung der A 2 mit baulichen und technischen Maßnahmen und nicht den Bau einer Parallelverbindung, so der einhellige Tenor der Anwesenden, zumal auch die B 65 in Hannover nicht leitungsfähiger gemacht werden solle. Abschließend informierte Herbert Bartels die Abgeordnete, dass man bereits 830 Unterschriften gegen die Straße gesammelt habe. „Es geht nur ganz raus, nicht aber eine andere Trasse oder eine spätere Wiederaufnahme“, stellte  Flachsbarth zum Schluss klar. „Wenn sie die Umgehung nicht wollen, lassen sie es mich wissen.“

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