BI-Mahnwache gegen Assewasser vor Ratssitzung

2. Oktober 2017 @

Die Bürgerinitiative „Assewasser-Nein-Danke“ (BI) versammelte sich am Donnerstag, 28. September, um 18 Uhr vor dem Sehnder Rathaus, um dort, vor der Ratssitzung, mit einer Mahnwache auf das Vorhaben der Asse GmbH aufmerksam zu machen. Dazu waren rund 20 Mitglieder und Unterstützer der BI vor den Eingang des Rathauses am Karl-Backhaus-Ring gekommen, um dort den Ratsmitgliedern ihre Ablehnung des Vorhabens zu zeigen und neuen Mitglieder zu gewinnen.

Ab 18 Uhr standen die Mitglieder der BI vorm Eingang und sammelten Unterschriften – Foto: JPH

Die BI, die etwa 40 Mitglieder aus allen Sehnder Ortsteilen umfasst, sowie zweien aus Lehrte, das auch betroffene sein wird, war mit Handzetteln, Flugblättern und Kreuzen gekommen und hatte sich am Eingang ins Gebäude aufgebaut. Mit den ankommenden Ratsmitgliedern wurde das Gespräch gesucht und interessierte Bürger wurden angesprochen, sich mit ihrer Unterschrift gegen die geplante Einleitung auszusprechen. „Viele weitere Unterschriften wurden dabei von Bürgerinnen und Bürgern gegen die Einleitung von Assewasser gesammelt“, so teilt Cedric Bätje, Sprecher der Initiative mit. „Auch einige Ratsmitglieder haben dabei unterschrieben.“

Anschließend ging eine Abordnung der Bürgerinitiative in die öffentliche Ratssitzung, um dort ihr Anliegen zu vertreten. Hier stellte Sprecher Bätje Fragen an den Rat. „Wie stehen Sie als Ratsmitglieder, als Bürgerinnen und Bürger und Fraktionen zu dem Vorhaben der Asse GmbH, Assewasser in den Sehnder Kalischacht einzuleiten?“ Zunächst merkte Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke für die Verwaltung an, dass mit der Stadtverwaltung noch kein Verfahren zur Stellungnahme der Stadt für einen Eintrag des Wasser eingeleitet sei und auch kein Antrag diesbezüglich vorliege.

Für die CDU/FDP-Gruppe wies der Sprecher Klaus Hoffmann auf die Aktivitäten der Gruppe hin, die sich sowohl an der Einleitungsstelle am Kaliberg in Sehnde wie auch im Bergwerk Asse vor Ort informiert hat, um im Falle des Antrags fundiert entscheiden zu können. Nun müsse man auf den formulierten Antrag und das einhergehende Beteiligungsverfahren warten.

Mit dem Mahnkreuz trifft die BI auf – Foto: JPH

Für die SDP/Grünen-Gruppe nahm deren Sprecher Olaf Kruse Stellung. Er wies darauf hin, dass das eine sehr persönliche Entscheidung jedes einzelnen Stadtrates sei, die Meinung der Gruppe aber noch nicht formuliert sei. Die Stellungnahme zur Anfrage für die AfD trug Wolfgang Ostermeyer vor, der betonte, man sehe es als Provokation an, dass die Abstimmung nicht vor der Bundestagswahl erfolgt sei. In dem Vorgehen der Beteiligten sehe man keine Sinnhaftigkeit. Schließlich wies der Vertreter der Linken, Fritz Wilke, darauf hin, dass „in der Asse etwas verschludert worden“ sei, was man bereinigen müsse. Jedoch dürfe dies „nicht in oder unter Wohngebieten“ erfolgen.

Die zweite Frage des Sprechers bezog sich darauf, was „die Familien Stadt Sehnde bereits zum Thema getan“ habe. Dazu wurde seitens der Verwaltung auf die Informationsveranstaltung der ASSE GmbH im August hingewiesen. Bisher lägen noch keine weiteren Informationen vor, daher hätten Rat und Verwaltung selbst auch noch nichts als Gremien machen können, so der Bürgermeister dazu.

Zudem wird darauf hingewiesen, dass aller Wahrscheinlichkeit nach am Donnerstag, 5. Oktober, das Info-Mobil der Bundesgesellschaft für Endlagerung BGE nach Sehnde komme.

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