Besuch der Gruppe SPD-B‘90 beim JobCenter der Region Hannover in Lehrte

30. Mai 2017 @

Mitglieder der Gruppe SPD-B‘90/Die Grünen haben das JobCenter der Region Hannover in Lehrte besucht, um sich über die dort zu erledigenden Aufgaben und aktuelle Sehnde betreffende Statistikdaten mit Stand Dezember 2016 zu informieren. Die ausführlichen Informationen erhielt die Gruppe vom Bereichsleiter der Standorte Burgdorf, Burgwedel, Lehrte und Sehnde, Björn Sund, sowie Anne Tönniges, Teamleiterin Leistungsservice sowie Felix Werner, Teamleiter Markt und Integration.

Besuch beim JobCenter durch SPD/Grüne-Gruppe – Foto: JPH

In dem gut zweistündigen Gespräch wurden den Besuchern neben dem organisatorischen Aufbau der beiden Systeme der Arbeitsverwaltung in Deutschland, dem JobCenter Region Hannover insbesondere die Leistungen nach dem SGB II mit seinen Angeboten für Arbeitslose und Arbeitsuchende, für Rückkehrerinnen und Rückkehrer nach einer Familienphase und für Arbeitslose über 50 Jahre vorgestellt.

Im Zuständigkeitsbereich des JobCenters der Region Hannover leben rund 1,317 Millionen Einwohner, von denen etwa 747 000 im Alter von 15 bis 65 Jahren sind. Davon werden zurzeit etwa 120 000 Leistungsempfänger betreut. Das JobCenter der Region ist damit nach Hamburg das zweitgrößte JobCenter in Deutschland. Auch die Kunden des JobCenters in Lehrte profitieren von der aktuell guten Konjunkturlage in Deutschland. Die Arbeitslosenquote für Lehrte beträgt daher zurzeit lediglich 5,6 Prozent (verteilt auf SGB II = 4,0 Prozent, SGB III =1,6 Prozent). Von den von Lehrte aus betreuten 2300 Bedarfsgemeinschaften entfallen 608 auf Sehnde. Darunter sind allein 115 Bedarfsgemeinschaften von Alleinerziehenden.

In Sehnde sind von den 1131 Regelleistungsberechtigten 278 im Alter bis 14 Jahren, davon 157 im Alter von sieben bis unter 15 Jahren, 110 im Alter 15 bis 19 Jahren, 79 im Alter 20 bis 24 Jahren sowie 664 im Alter über 24 Jahren. Bezogen auf die Einwohnerzahl Sehndes per 31. Dezember 2015 beträgt der Anteil der Regelleistungsberechtigten 4,8 Prozent. Von diesen Regelleistungsberechtigten gehen 220 einer Erwerbstätigkeit als abhängig Beschäftigte nach, davon 45,9 Prozent mit einem Brutto-Einkommen von unter 450 Euro.

Aus Sicht des JobCenters ist ein offener, bewusster Umgang mit dem Thema „Hartz 4″/Arbeitslosengeld 2 in der Gesellschaft wünschenswert. Die Kommunen sollten für diesen Personenkreis beispielweise eine Beratung bei Miet- und Energieschulden, Hilfestellung beim Wirtschaften mit der Grundsicherung und einer gesunden Ernährung bei nur geringen finanziellen Mitteln bieten.

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