Baumfällungen im BSA rechtens – Beseitigung von Sträuchern noch unklar

5. März 2016 @

SEHNDE-NEWS. Zu einer Anfrage an die Stadtverwaltung bezüglich der Baumfällungen im Bundessortenamt (BSA) in Rethmar ist es Donnerstagabend aus der Fraktion der Grünen gekommen. Dabei ging es laut Angelika Thomaier (Grüne) um die Fällung von Obstbäumen auf dem Gelände des BSA, wo zwei Reihen der Gewächse radikal beseitigt worden sind.

Auf dem Wall beiderseits der Bodering-Einfahrt wurde abgeholzt - Foto: JPH

Auf dem Wall beiderseits der Bodering-Einfahrt wurde abgeholzt – Foto: JPH

Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke stellte in seiner Antwort in der Ratssitzung auf diese Anfrage fest, dass die Stadt Sehnde mit den Fällungen nichts zu tun habe, da der Eigentümer des Geländes bis zum Juni nach wie vor das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sei. Und das muss laut Mietvertrag für das BSA das gepachtete Gelände in dem Zustand zurückgeben, in dem es einst angemietet worden ist. Und damals standen eben dort keine Obstbäume und keine Gewächshäuser, die im Übrigen auch bereits abgerissen wurden.

Die Hecke hier für die Hasen ist nicht mehr da - Foto: JPH

Diese Hecke hier für die Hasen ist nicht mehr da – Foto: JPH

„Man hätte ja wenigstens seitens des Ministeriums über die Stadt Sehnde mal fragen können, ob Betriebe oder Bürger an den Bäumen interessiert gewesen wären. Zumal es sich dabei um seltene Sorten, wie Holzapfel, gehandelt hat. Schon die Rosen wurden damals einfach beseitigt ohne die Weitergabe zu prüfen“, sagte Thomaier am Tag nach der Sitzung.

Zwei weitere Fällungen will sie prüfen, deren Existenzen ihr vor der Ratssitzung noch nicht bekannt waren. So entziehen sich die Begründungen zur Beseitigungen von kleinen Bäumen und Sträuchern in Rethmar an der B 65 auf dem Wall gegenüber dem BSA und an der Achardstraße beim Billerbach in Sehnde noch ihrer Kenntnis. „Ich habe zur Fällung in Sehnde schon einen Anruf gehabt. Ich werde mir das die nächsten Tage ansehen“, versprach Thomaier. „Dort soll auch seit längerem schon mindestens ein Müllsack liegen.“ Das Gehölz an der Achardstraße in Sehnde war auch der Aufenthalts- und Rückzugsbereich von zahlreichen Hasen und Kaninchen, die abends den Bereich bevölkerten. Nun ist dort eine kahle Rasenfläche mit Baumstümpfen.

Kommentare gesperrt.

© 2019 Sehnde-News.