Antrag der Regions-CDU: D-Linie stoppen – Mediation angeregt

19. Mai 2016 @

Die D-Linie sprengt bereits jetzt den Kostenrahmen und dürfte sich im Verlauf der Bauarbeiten womöglich noch weiter verteuern. Zudem beeinflusst die Verteuerung andere wichtige ÖPNV-Projekte, befürchtete die CDU-Fraktion in der Regionsversammlung. Deshalb hat sie den Antrag eingebracht, das Projekt unvoreingenommen neu zu bewerten.

D-Linie soll neu überdacht werden, will die CDU - Foto: JPH

D-Linie soll neu überdacht werden, will die CDU – Foto: JPH

„Die Situation kann doch niemanden zufrieden stellen. Die D-Linie ist festgefahren, wir brauchen ein Mediationsverfahren, damit die Zukunft gestaltet werden kann“, kommentiert Eberhard Wicke, der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Region Hannover, die Situation rund um die Baumaßnahmen zur Stadtbahnstrecke D-West. Die CDU-Fraktion hat den Antrag zum Baustopp der D-Linie gestellt als Reaktion auf die vielen Unstimmigkeiten rund um den Ausbau der Stadtbahnstrecke D-West. Die Liste der Unzulänglichkeiten ist lang. Dazu gehören unter anderem enorme Kostensteigerungen in den Bau- und Planungskosten, der mögliche Stopp von anderen Investitionsmaßnahmen, wie die Stadtbahnverlängerung nach Hemmingen, Unzufriedenheit mit dem Streckenverlauf, wie das Nichtanbinden der Wasserstadt Limmer oder die nicht endenden Proteste der Tunnelbefürworter.

„Man darf nicht vergessen: Der Ausbau der D-Linie ist ideologisch geprägt. Nun laufen die Kosten aus dem Ruder und alles ist viel teurer als geplant. Da ist es logisch, dass das Projekt gestoppt wird und über die Zukunft gesprochen werden muss“, begründet Wicke den Wunsch nach einem Mediationsverfahren mit offenem Ergebnis. Es kann aber nur gelingen, wenn sämtliche Kosten und Finanzierungspläne offen liegen und alle Interessengruppen einen wirklichen Konsens für die Zukunft der D-Linie suchen wollen.

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