Annegret Kramp-Karrenbauer hört in Rethmar zu

30. Mai 2018 @

Rund 80 Teilnehmer sind gekommen, um mit der CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer im Rahmen ihrer „Zuhör-Tour“ über Wünsche, Probleme und Ziele zu sprechen. Die Veranstaltung ist organisiert und vorbereitet worden vom CDU-Stadtverband Sehnde, die Einladung zum Besuch hatte die Abgeordnete und Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth ausgesprochen. Doch nicht alle Gäste sind Mitglieder der CDU, auch interessierte Bürger sind dabei. Moderiert wird die Veranstaltung heute Abend von Frank Niebuhr aus der CDU-Zentrale.

Zu Besuch auf dem Gutshof: Sepehr Sadar Amiri, Dr. Maria Flachsbarth, Bernd Althusmann, Annegret Kramp-Karrenbauer, Lutz Lehmann, Reiner fredermann und Kai Seefried (v.li.) – Foto: JPH

Die erste Gesprächsrunde läuft zum von den Bürgern vorgeschlagenen Themenkomplex Zuwanderung, Migration, Flüchtlinge und Einwanderungsgesetz. Dabei geht es um Kopftücher in den Straßen, Baderegeln und Akzeptanz – und nicht nur der der Gastregeln.

Dann wird über Respekt gesprochen – vor Menschen, Rettungskräften, Eigentum und gesellschaftlichen Regeln. Dazu Bildung und Auffassung von Familie. Damit ist auch eine der Grundfragen der Familienpolitik der CDU verbunden, so Annegret Kramp-Karrenbauer. „Vielleicht muss man die Überlegungen von 2007 noch einmal nachschärfen“, so sagt sie zu den Bürgerwünschen. Damit ist auch die Grundfrage nach einheitlicher Schulausbildung verbunden. Doch die, so Kramp-Karrenbauer, wird bundesweit unterschiedlich von den Bürgern gesehen, nach ihrer bisherigen Erfahrung.

Es kommt auch zur Sprache, dass viele Unternehmer Arbeitskräfte suchten, die aber aus dem Ausland nicht einreisen dürften, sowie die Tatsache, dass man „zu viele Abiturienten habe“ und niemand mehr ins Handwerk gehen wolle. Abhilfe, so die Mehrzahl der Anwesenden, könne nur eine Änderung des Bildungssystems mit Aufwertung der handwerklichen Berufe bringen, sowie die Bedarfsdeckung von außen – aber eben nicht unkontrolliert.

„Zuhören und Mitnehmen“ wollte „AKK“ von der Diskussion in Rethmar – Foto: JPH

Heute hat Kramp-Karrenbauer mit Sehnde bereits die zweite Station in Niedersachsen auf ihrer Zuhör-Tour erreicht, insgesamt sollen es 40 Stationen werden. Sie hört zu, diskutiert und überzeugt vielfach auch mit eigenen Ideen und ihren Standpunkten zu Wortbeiträgen. Man hat den Eindruck, so die Zuhörer, da ist mal wieder eine von ganz oben, die mit uns den Kontakt sucht und uns ernst nimmt – nicht mehr allgemein üblich in der Politik heute. Annegret Kramp-Karrenbauer, die nach eigenen Angaben wegen Heiner Geißler einst in die CDU eingetreten ist, kommt gut an – eben wie Geißler auch früher. Sie macht nicht den üblichen angepassten Berliner Eindruck. Und wenn sie verspricht „das nehme ich mit nach Berlin“ – glaubt man es ihr erstaunlicherweise. Vielleicht trägt dazu auch die saarländische Mentalität bei: man kennt sich dort untereinander und geht so miteinander um. Bleibt zu hoffen , dass sie sich nicht verbiegen lässt – etwas, dass die Besucher heute mit nach Hause nehmen.

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