AfD Sehnde kandidiert erstmals für den Stadtrat

10. August 2016 @

SEHNDE-NEWS.DE. Erstmals kandidiert am 11. September auch die „Alternative für Deutschland“ (AfD) in Sehnde bei der Kommunalwahl. Für den Sehnder Stadtrat geht die AfD mit drei Bewerbern ins Rennen. Das sind Wolfgang Ostermeyer (Höver) und Siegfried Reichert (Sehnde) im Wahlbereich I sowie Henning Franke (Bilm) im Wahlbereich II. Franke bewirbt sich zugleich für die Regionsversammlung. Erstmals hat sich die Partei jetzt in einer Pressemitteilung zur Wahl, ihren Zielen und Kandidaten geäußert.

Die drei AfD-Kandidaten Siegfried Reichert, Wolfgang Ostermeyer und Henning Franke (v.li.) vor dem Sehnder Wahrzeichen, der Seilscheibe - Foto: AfD

Die drei AfD-Kandidaten Siegfried Reichert, Wolfgang Ostermeyer und Henning Franke (v.li.) vor dem Sehnder Wahrzeichen, der Seilscheibe – Foto: AfD

„Wir wollen mit allen politischen Meinungsträgern auf Sachebene reden, eine kategorische Ausgrenzung einzelner Parteien gibt es bei uns nicht“, beschreibt Henning Franke das politische Grundverständnis der Gruppierung in der Mitteilung der Partei. „Wir bieten eine politische Alternative zur Politik der etablierten Alt-Parteien“, fügt Siegfried Reichert, der auch im AfD-Kreisvorstand Hannover-Land tätig ist, hinzu. „Wir wollen Kommune und Gesellschaft dezentral, volks- und basisnah gestalten und dadurch die Bürgerschaft stärken.“ Die AfD setzt sich für mehr direkte Demokratie ein, um die Bürger häufiger bei den Entscheidungen einzubinden. Nicht mitgeteilt wird dabei, wie und zu welchen Konditionen die Partei dies auf kommunaler Ebene umsetzen kann  und will.

Als einen weiteren Programmpunkt für die Kommunal- und Regionswahl nennen die AfD-Bewerber den Umgang mit den „Migranten- und Flüchtlingskosten“. Integration von Migranten sei keine kommunale Kernaufgabe – der Steuerzahler muss wissen, was er insgesamt pro Flüchtling, eingeschlossen einen möglichen Familiennachzug, auf kommunaler und Regions-Ebene zu finanzieren hat.

Besonderen Wert legt die AfD laut ihrer Pressemitteilung auf die Entwicklung der kleineren Sehnder Ortsteile durch ein besseres Bauland- und Wohnungsangebot. „Auf den Dörfern hat in den letzten Jahren oftmals nur wenig Entwicklung stattgefunden. Dieses Versäumnis gefährdet dort die Infrastruktur. Der demografische Wandel ist hier am stärksten zu spüren“, teilt Franke dazu mit.

Mit Wolfgang Ostermeyer hat die Sehnder AfD einen Kandidaten mit langjähriger Ratserfahrung nun in ihren Reihen. „Nach dem Rückzug aus meinem bisherigen politischen Umfeld habe ich bei der AfD Sehnde ein motiviertes Team gefunden, das frischen Wind und neue Ansätze in die Kommunalpolitik bringt“, so Ostermeyer zu seinem Wechsel. „Die AfD in Sehnde hat ein sehr demokratisches und volksnahes Selbstverständnis – radikale Positionen haben da keinen Platz.“

So geht es der AfD Sehnde nach eigenen Angaben um die Konsolidierung des städtischen Haushaltes, wobei einer Politik der regelmäßigen Abgaben- und Umsatzsteuererhöhungen klar eine Absage erteilt wird. „Sparsamkeit und Nachhaltigkeit müssen mehr Gewicht bekommen“, betont Ostermeyer, der auf 15 Jahre Praxis im Finanzausschuss zurückblickt in der Mitteilung.  Im Bildungsbereich soll der Ausbau der Kinderbetreuung weitergeführt werden. Bei der KGS setzt die AfD auf schnelle Bauzeit und kurze Wege. „Wir präferieren für die KGS einen Wiederaufbau der abgebrannten Turnhalle und einen Erweiterungsbau zwischen Mensa und Bonhoefferhaus. Wir wollen die Zeit der Dauerbaustellen an der KGS schnellstmöglich beenden“, teilt Wolfgang Ostermeyer dazu mit.

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